- 19.01.2005, 09:40:53
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Prammer zu Abtreibungsdebatte in OÖ: Menschenverachtende, untragbare Vorgangsweise
Wien (SK) "Das ist frauenverachtend und untragbar", sagte
SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende, Zweite Nationalratspräsidentin Barbara
Prammer, nachdem bekannt geworden ist, dass sich die
Sozialversicherungsanstalt der Bauern in Oberösterreich weigert, eine
medizinisch begründete Abtreibung zu bezahlen. Eine Frau und ihr Mann
hatten sich für die Abtreibung entschieden, nachdem die Ärzte dem
Ungeborenen keinerlei Lebenschance gegeben hatten. ****
"Eine solche Entscheidung zu treffen, ist für eine Frau psychisch
sehr belastend. Statt ihr dann zu helfen, wo immer es möglich ist,
wird sie auch noch finanziell bestraft. Das ist unhaltbar", sagte
Prammer. Dass das Leben der Frau in Gefahr sein müsse, damit die
Krankenkasse die Kosten übernehme, sei absurd, wenn es eine
medizinische Indikation für den Eingriff gibt.
"Die Kasse will Frauen zwingen, einen nicht lebensfähigen Fötus
auszutragen. Das ist menschenverachtend", sagte Prammer. "Die Kasse
soll helfen statt strafen." (Schluss) cs/mm
OTS0034 2005-01-19/09:40
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