Untersuchung zeigt: Tod eines mit dem Lipidsenker Crestor(R) behandelten Patienten vermutlich nicht durch Lipidsenker verursacht

Wien (OTS) - Der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca
hat den Behörden in aller Welt den Tod eines mit dem Cholesterinsenker Crestor(R) behandelten Patienten gemeldet. Ursprünglich war vermutet worden, eine lebensbedrohliche Muskelerkrankung namens Rhabdomyolyse, die durch Medikamente ausgelöst werden kann, sei die Ursache für den Tod des Patienten gewesen. Die Laborwerte zeigten jedoch, dass die CK-Werte (Creatinkinease) des Patienten unter dem Grenzwert für eine Rhabdomyolyse lagen.

Der Referenzbereich liegt in Abhängigkeit vom Standard für Frauen zwischen 0 und 145 U/l sowie für Männer zwischen 0-170U/l. Steigt dieser Wert mehr als das 10fache an, können Skelett- und Herzmuskel lebensbedrohlich geschwächt werden, man spricht von der Rhabdomyolyse. Als Ursache für diese Erkrankung kommen genetische Faktoren, aber auch Alkohol, Narkotika, Heroin und eben auch verschiedene Medikamente in Betracht. Eine bekannte, aber seltene Nebenwirkung sämtlicher Cholesterinsenker ist eine leichte Erhöhung des CK-Wertes.

Crestor(R) wurde mehr als 14 Millionen Mal verschrieben und zeigt ein Verträglichkeitsprofil - natürlich auch in Hinblick auf die Erhöhung der CK-Werte -, das mit allen anderen erhältlichen Statinen absolut vergleichbar ist.

Der Wiener Lipdidologe Univ.-Prof. Dr. Helmut Sinzinger von der Universitätsklinik für Nuklearmedizin Wien: "Der Fall ist ausgesprochen komplex. Der Patient nahm verschiedene Medikamente ein, u. a. Antipsychotika, also Medikamente zur Behandlung von Psychosen. Tatsache ist, dass die Laborparameter das Vorliegen einer Rhabdomyolyse als Todesursache klar ausschließen. Die klinischen Merkmale weisen eher auf ein so genanntes malignes neuroleptisches Syndrom als Todesursache hin, das - wenn auch extrem selten - in Verbindung mit Antipsychotika auftreten kann. Dieses neuroleptische Syndrom ist übrigens fast immer mit einem Anstieg der CK-Werte assoziiert."

AstraZeneca informierte weltweit die Regulierungsbehörden unter genauester Einhaltung der Meldevorschriften und nahm den Fall außerdem in seine Datenbank auf, die unter www.rosuvastatininformation.com zugänglich ist.

Als bedeutendes internationales Unternehmen des Gesundheitssektors ist AstraZeneca in der Forschung & Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von rezeptpflichtigen Arzneimitteln sowie in der Erbringung von Dienstleistungen tätig. AstraZeneca gehört mit einem Umsatz von mehr als 18,8 Mrd. Dollar zu den weltweit führenden Pharmaunternehmen und hält Spitzenpositionen bei Produkten in den Bereichen Gastroenterologie, Onkologie, kardiovaskuläre Medizin, Neurowissenschaft und Atemwegserkrankungen.

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