• 15.01.2005, 11:22:00
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Weninger: Bloße Fristverlängerung bei Postamtsschließungen ist kein Verhandlungsergebnis

Auch Weiterbestand bedrohter Postämter muss möglich sein

St. Pölten (SPI) - Nach wie vor sind die geplanten
Postamtsschließungen ein heißes innenpolitisches Thema. "Dass nun,
beim 4. Postämtergipfel, eine Verlängerung der Verhandlungsfrist um 3
Monate herausgekommen ist, ist für mich kein Ergebnis, sondern reine
Hinhaltetaktik. Zwar wird weiterverhandelt, aber trotzdem sollen alle
357 österreichische Postämter - 93 davon in NÖ - geschlossen werden.
Was bringt es den Menschen in den Gemeinden, wenn länger verhandelt
wird, und ihr Postamt dann trotzdem geschlossen wird", mahnt der
Klubobmann der SPNÖ, LAbg. Hannes Weninger, mehr ernsten
Verhandlungswillen seitens der Post ein.****

"Mir sind Fälle von Bürgermeistern bekannt, in deren Gemeinden die
Post mit falschen Zahlen die Schließungsnotwendigkeit argumentiert.
Da werden beispielsweise Personalkosten für Mitarbeiter eingerechnet,
die es in diesem Postamt schon lange nicht mehr gibt! Ebenso werden
Kosten für Leistungen angeführt, welche das Postamt seit Jahren nicht
mehr erbringt! Es lässt sich hier der Eindruck nicht leugnen, dass
von Seiten der Post-Verhandler nicht wirklich der Wille zu echten und
offenen Verhandlungen besteht. Offensichtlich soll nur der Schein
gewahrt bleiben - die Postämter sollen geschlossen werden, koste es,
was es wolle - auch wenn die Wahrheit auf der Strecke bleibt", so
Weninger.

"Wenn es eine längere Verhandlungsfrist gibt, dann muss diese Zeit
auch konstruktiv genutzt werden. 3 Monate zu verhandeln und im
Vorhinein schon zu wissen, dass das Ergebnis feststeht, ist nicht nur
eine sinnlose Vergeudung von Ressourcen, hier werden vielmehr auch
die Betroffenen, die Bevölkerung, die Bürgermeister und natürlich
auch die Bediensteten der betroffenen Postämter, an der Nase
herumgeführt", so Weninger weiter. "Auch der Weiterbestand von der
Schließung bedrohter Postämter muss möglich sein. Die Postämter
zählen zur grundlegenden Infrastruktur der Gemeinden. Mit einem für
die Menschen im Land dermaßen wichtigen Thema derart unseriös
umzugehen, ist gegenüber allen Betroffenen in höchstem Maße unfair",
so Weninger abschließend.
(Schluss) kr

OTS0016    2005-01-15/11:22

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