- 13.01.2005, 13:10:57
- /
- OTS0150 OTW0150
SP-Klubobmann Dr. Karl Frais: Wirtschaftsland Oberösterreich hinkt bei Einkommen der Arbeitnehmer hinterher
Frais: "Pühringer muss bei Bundesregierung härter für wirtschaftspolitische Interessen Oberösterreichs eintreten".
Linz (OTS) - Mit einem durchschnittlichen Jahresbruttobezug von
36.107 Euro für Arbeitnehmer und 23.239 Euro für Arbeitnehmerinnen
liegt Oberösterreich laut der aktuellen Lohnsteuer-Statistik 2003 der
Statistik Austria sogar deutlich unter dem Österreich-Durchschnitt
von 37.105 Euro für Männer und 25.691 Euro für Frauen.
"Oberösterreich muss sich daher besonders um die Schaffung und die
Erhaltung von qualifizierten und gut bezahlten Arbeitsplätzen - wie
etwa bei der VA-Tech - bemühen", so SP-Klubchef Dr. Karl Frais. "Beim
Durchschnittsverdienst für Frauen ist Oberösterreich nur knapp vor
Vorarlberg und Tirol bei den letzten im Bundesländervergleich zu
finden. Der etwas bessere aber ebenfalls unterdurchschnittliche Platz
5 bei den Männern ist zu einem guten Teil durch gut bezahlte
Arbeitsplätze in der Industrie begründet - und genau diese werden von
der ÖVP durch den VA-Tech-Ausverkauf bedroht", kritisiert Frais. Die
SPÖ spricht sich für einen Stopp der Ausverkaufsaktivitäten und für
ein konkretes Arbeitsmarktprogramm zur Schaffung und Erhaltung von
gut bezahlten Arbeitsplätzen aus.
Bei einer konkreten Analyse der Lohnsteuer-Statistik fällt auf,
dass das schlechte Abschneiden Oberösterreichs vor allem durch
niedrige Einkommen in den Randbezirken wie Braunau, Schärding,
Rohrbach, Kirchdorf, Ried und Freistadt begründet ist. "Mit brutto
19.866 Euro Durchschnitts-Jahresverdienst für Vollzeitarbeit belegt
der Bezirk Rohrbach sogar österreichweit den letzten Platz bei den
Fraueneinkommen", zeigt SP-Klubchef Frais auf.
Vor allem gegenüber dem Nachbarbundesland Niederösterreich liegt
Oberösterreich bei den Fraueneinkommen mit 23.239 Euro gegenüber
26.083 Euro Brutto-Jahresverdienst deutlich zurück. "Oberösterreich
braucht enorme politische Anstrengungen, um seine Defizite bei den
Arbeitnehmer- und Arbeitnehmerinnen-Einkommen auszugleichen. Deshalb
muss der Landeshauptmann gegenüber der Bundesregierung härter für
oberösterreichische Anliegen eintreten und darf Großangriffe auf den
oberösterreichischen Arbeitsmarkt - wie den Ausverkauf der VA-Tech -
nicht in blinder Parteitreue akzeptieren", so Frais.
OTS0150 2005-01-13/13:10
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS4






