SP-Klubobmann Dr. Karl Frais: Wirtschaftsland Oberösterreich hinkt bei Einkommen der Arbeitnehmer hinterher

Frais: "Pühringer muss bei Bundesregierung härter für wirtschaftspolitische Interessen Oberösterreichs eintreten".

Linz (OTS) - Mit einem durchschnittlichen Jahresbruttobezug von 36.107 Euro für Arbeitnehmer und 23.239 Euro für Arbeitnehmerinnen liegt Oberösterreich laut der aktuellen Lohnsteuer-Statistik 2003 der Statistik Austria sogar deutlich unter dem Österreich-Durchschnitt von 37.105 Euro für Männer und 25.691 Euro für Frauen. "Oberösterreich muss sich daher besonders um die Schaffung und die Erhaltung von qualifizierten und gut bezahlten Arbeitsplätzen - wie etwa bei der VA-Tech - bemühen", so SP-Klubchef Dr. Karl Frais. "Beim Durchschnittsverdienst für Frauen ist Oberösterreich nur knapp vor Vorarlberg und Tirol bei den letzten im Bundesländervergleich zu finden. Der etwas bessere aber ebenfalls unterdurchschnittliche Platz 5 bei den Männern ist zu einem guten Teil durch gut bezahlte Arbeitsplätze in der Industrie begründet - und genau diese werden von der ÖVP durch den VA-Tech-Ausverkauf bedroht", kritisiert Frais. Die SPÖ spricht sich für einen Stopp der Ausverkaufsaktivitäten und für ein konkretes Arbeitsmarktprogramm zur Schaffung und Erhaltung von gut bezahlten Arbeitsplätzen aus.

Bei einer konkreten Analyse der Lohnsteuer-Statistik fällt auf, dass das schlechte Abschneiden Oberösterreichs vor allem durch niedrige Einkommen in den Randbezirken wie Braunau, Schärding, Rohrbach, Kirchdorf, Ried und Freistadt begründet ist. "Mit brutto 19.866 Euro Durchschnitts-Jahresverdienst für Vollzeitarbeit belegt der Bezirk Rohrbach sogar österreichweit den letzten Platz bei den Fraueneinkommen", zeigt SP-Klubchef Frais auf.

Vor allem gegenüber dem Nachbarbundesland Niederösterreich liegt Oberösterreich bei den Fraueneinkommen mit 23.239 Euro gegenüber 26.083 Euro Brutto-Jahresverdienst deutlich zurück. "Oberösterreich braucht enorme politische Anstrengungen, um seine Defizite bei den Arbeitnehmer- und Arbeitnehmerinnen-Einkommen auszugleichen. Deshalb muss der Landeshauptmann gegenüber der Bundesregierung härter für oberösterreichische Anliegen eintreten und darf Großangriffe auf den oberösterreichischen Arbeitsmarkt - wie den Ausverkauf der VA-Tech -nicht in blinder Parteitreue akzeptieren", so Frais.

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