AK Wettbewerbsbericht: Weniger Fusionen und Übernahmen 2003 in Österreich

Zusammenschlüsse haben 2003 auch in der EU abgenommen - 2004 Tendenz wieder steigend Wien (OTS) - Die Fusionen und Übernahmen sind in Österreich im Jahr 2003 gegenüber 2002 zurückgegangen. Das zeigt der zweite Teil des AK Wettbewerbsberichts 2004. Im Jahr 2003 wurden in Österreich 307 Zusammenschlüsse gemeldet. Für 2004 lassen erste Daten auf einen Anstieg schließen. Dabei zeigt der Wettbewerbsbericht, dass doppelt so viele österreichische Unternehmen von ausländischen Firmen übernommen wurden als umgekehrt. Der überwiegende Teil der Zusammenschlüsse fand jedoch innerhalb Österreichs statt. Von den 500 größten österreichischen Unternehmen sind fast die Hälfte ausländisch beherrscht.

Auch die bei der Europäischen Zusammenschlusskontrolle angemeldeten Fusionen zeigen einen ähnlichen Verlauf wie in Österreich. Nach einem Rückgang im Jahr 2003 auf 212 Zusammenschlüsse zeigen nun die vorläufigen Zahlen für 2004 einen Anstieg auf voraussichtlich 249. Anmeldepflichtig sind in der EU nur größere Zusammenschlüsse mit einem weltweiten gemeinsamen Umsatz der beteiligten Unternehmen von über 5 Milliarden Euro. Der überwiegende Anteil der Fusionen betraf Unternehmen innerhalb der EU. EU-Unternehmen übernahmen nur in einer Handvoll der gemeldeten Fälle Unternehmen außerhalb der EU, während umgekehrt fünf Mal so viele Unternehmen von außerhalb Unternehmen der EU übernahmen.

Bei der im Wettbewerbsbericht präsentierten Übersicht über die größten ausländisch beherrschten Unternehmen gab es wenig Veränderung zu den Vorjahren. Von den 500 größten Unternehmen in Österreich sind 44 Prozent ausländisch beherrscht. Von den wichtigsten Industrieunternehmen sind das unter anderem Neutronics, Siemens, Magna. Die größten ausländisch beherrschten Handelsunternehmen betreffen vor allem den Lebensmitteleinzelhandel wie Rewe, Hofer, Adeg. Im Dienstleistungsbereich liegt der Schwerpunkt bei Mobilfunk (T-Mobile, One, telering) und Speditionen (zB Schenker).

Bei den 100 größten Unternehmen der Welt hat die Ölbranche leicht zugelegt, während Computer- und Telefonbranche weniger Umsätze machten. Die 5 "Größten": Wal Mart Store 263 Milliarden Dollar; BP 232 Milliarden Dollar; EXXON 222 Milliarden Dollar ; Royal Dutch/Shell 201 Milliarden Dollar und GM 195 Milliarden Dollar.

In einem Schwerpunktteil wird das Thema Pharmaindustrie und Gesundheit aus wirtschaftspolitischer Sicht behandelt. In Beiträgen dazu wird der Frage nach gegangen, warum sich Ökonomie mit Gesundheit beschäftigt, ebenso der weltweiten Unternehmenskonzentration im Pharmabereich und dem boomenden Bereich Schönheit, Gesundheit und ewige Jugend sowie der Werbung dafür und deren rechtlichen Grenzen.

SERVICE: Den Wettbewerbsbericht 2004 "Märkte, Wettbewerb, Regulierung" Teil 2 erhalten Sie kostenlos per e-mail wipol@akwien.at oder im Internet unter http://wien.arbeiterkammer.at/.

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