- 13.01.2005, 09:17:22
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Wiener Grüne: Schamlose Dotierung der DirektorInnengehälter im Krankenanstaltenverbund
Gesundheitssprecherin Pilz: "Finanzielles Schlaraffenland"
Wien (Grüne) - "Die Wiener SPÖ-Regierung beweist einmal mehr
Abgehobenheit und sozialen Zynismus mit diesen üppigen
Spitzengehältern, die sie den Führungskräften der Wiener
Krankenhäuser zubilligt", kritisiert die Gesundheitssprecherin der
Wiener Grünen, Sigrid Pilz, die heutigen Zeitungsberichte über das
"finanzielle Schlaraffenland" im Krankenanstaltenverbund (KAV). "Dass
Stadträtin Brauner nun Vergleiche mit der Privatwirtschaft zur
Rechtfertigung dieses Geldsegens heranzieht, ist angesichts der
verschleppten Reformen, der verschwendeten Gelder und der jährlichen
Defizite, die der KAV seit seiner Unternehmenswerdung zu verantworten
hat, nachgerade lächerlich!" kommentiert Pilz weiter.
Die Begründung der Stadtregierung für die exorbitant hohe
Abfertigung für Direktor Marhold, beweist, dass die SPÖ die soziale
Bodenhaftung längst verloren hat: Die Wiener Bevölkerung muss sich
verschaukelt fühlen wenn - angesichts steigender Arbeitslosenzahlen,
drohender Unterversorgung in den Spitälern und einer immer noch
ausständigen Pflegemilliarde, - der Generaldirektor mit 250.000 Euro
als Abfertigung rechnen darf, obwohl er nahtlos in seinen ebenfalls
hoch dotierten Job als Spitalsleiter zurückkehren kann und bei einem
Gehalt von 21.500 Euro pro Monat noch Nebentätigkeiten ausführen
darf.
"Mit diesem warmen Geldregen für die Führungsebene beweist Brauner,
dass sie nicht bereit ist, im KAV einen Neuanfang zu setzen. Nach
einem Bestellungsverfahren, bei dem merkwürdiger Weise im
Wesentlichen diejenigen zum Zug kamen, die seit Monaten dafür im
Gespräch waren, schließt Brauner mit diesen unvertretbaren
Spitzeneinkommen nahtlos am alten schlechten Politikstil der SPÖ
Gesundheitspolitik an. "Wie sie nun vertreten kann, dass keine
Mittel da sind, z. B. den Schwerkranken die Nachtschicht in der
Dialyse zu ersparen, oder aus Kostengründen keine Sozialarbeiter in
den Pflegeheimen zu beschäftigen, wird sie den Menschen selbst
erklären müssen." schließt Pilz.
Rückfragehinweis: Pressebüro Grüner Klub im Rathaus, Klaus Zellhofer, 01 4000 81821 o. 0664 831 74 01
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