Wiener Grüne: Schamlose Dotierung der DirektorInnengehälter im Krankenanstaltenverbund

Gesundheitssprecherin Pilz: "Finanzielles Schlaraffenland"

Wien (Grüne) - "Die Wiener SPÖ-Regierung beweist einmal mehr Abgehobenheit und sozialen Zynismus mit diesen üppigen Spitzengehältern, die sie den Führungskräften der Wiener Krankenhäuser zubilligt", kritisiert die Gesundheitssprecherin der Wiener Grünen, Sigrid Pilz, die heutigen Zeitungsberichte über das "finanzielle Schlaraffenland" im Krankenanstaltenverbund (KAV). "Dass Stadträtin Brauner nun Vergleiche mit der Privatwirtschaft zur Rechtfertigung dieses Geldsegens heranzieht, ist angesichts der verschleppten Reformen, der verschwendeten Gelder und der jährlichen Defizite, die der KAV seit seiner Unternehmenswerdung zu verantworten hat, nachgerade lächerlich!" kommentiert Pilz weiter.

Die Begründung der Stadtregierung für die exorbitant hohe Abfertigung für Direktor Marhold, beweist, dass die SPÖ die soziale Bodenhaftung längst verloren hat: Die Wiener Bevölkerung muss sich verschaukelt fühlen wenn - angesichts steigender Arbeitslosenzahlen, drohender Unterversorgung in den Spitälern und einer immer noch ausständigen Pflegemilliarde, - der Generaldirektor mit 250.000 Euro als Abfertigung rechnen darf, obwohl er nahtlos in seinen ebenfalls hoch dotierten Job als Spitalsleiter zurückkehren kann und bei einem Gehalt von 21.500 Euro pro Monat noch Nebentätigkeiten ausführen darf.

"Mit diesem warmen Geldregen für die Führungsebene beweist Brauner, dass sie nicht bereit ist, im KAV einen Neuanfang zu setzen. Nach einem Bestellungsverfahren, bei dem merkwürdiger Weise im Wesentlichen diejenigen zum Zug kamen, die seit Monaten dafür im Gespräch waren, schließt Brauner mit diesen unvertretbaren Spitzeneinkommen nahtlos am alten schlechten Politikstil der SPÖ Gesundheitspolitik an. "Wie sie nun vertreten kann, dass keine Mittel da sind, z. B. den Schwerkranken die Nachtschicht in der Dialyse zu ersparen, oder aus Kostengründen keine Sozialarbeiter in den Pflegeheimen zu beschäftigen, wird sie den Menschen selbst erklären müssen." schließt Pilz.

Rückfragen & Kontakt:

Pressebüro Grüner Klub im Rathaus, Klaus Zellhofer, 01 4000 81821 o. 0664 831 74 01

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GKR0001