• 11.01.2005, 13:28:43
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Moser zu Post: Nächste Verunsicherung eines Großbetriebs durch Zick-Zack-Kurs der Regierung

Wien (SK) "Im September wurde die Stand-alone-Strategie für die
österreichische Post beschlossen", erinnerte sich
SPÖ-Wirtschaftssprecher Johann Moser. "Jetzt, vier Monate später, ist
davon keine Rede mehr. Nun will die Regierung auch die
österreichische Post auf die Schlachtbank führen."
Wie dieser Zick-Zack-Kurs ausgeht, weiß Moser mittlerweile. Nach
Austria Tabak, Böhler Uddeholm, seine Anteile an voestalpine und der
VA Tech verkauft worden. Dabei hätten die "Privatisierungsknechte" in
der ÖIAG offenbar die Vorteile der Käufer mehr im Auge gehabt, als
die Vorteile der Österreicher. Moser: "Durch zu billiges Verkaufen
hat die ÖIAG und der zuständige Minister Grasser bei den
Privatisierungen inzwischen um mehr als 400 Millionen Euro liegen
gelassen." ****

Moser stört, dass durch den "Zick-Zack-Kurs der Regierung neben dem
Management, die Belegschaft und auch die Kunden der Post massiv
verunsichert werden. Wären die Handlanger der Regierung in der ÖIAG
gute Manager, dann würden sie dem Unternehmen die nötige Ruhe
gönnen."

Schon jetzt habe die Post durch das Dreifachspiel der zuständigen
Minister Grasser, Bartenstein und Gorbach ihre Leistungen
einschränken müssen. Grasser schreibt der Post eine jährliche
Sonderdividende zwischen 40 bis 50 Millionen vor. Wirtschaftsminister
Bartenstein will der Post das Briefmonopol wegnehmen. Und Minister
Gorbach treibt auf Kosten der Kunden und Mitarbeiter ein
undurchsichtiges Spiel mit der Universaldienstverordnung. Moser: "Es
darf zu keinem Postraub auf Kosten der Wirtschaft, der Mitarbeiter
und der Kunden kommen."

Die Zukunft der ÖIAG sieht der SPÖ-Wirtschaftssprecher
folgendermaßen: "Die ÖIAG soll vom Finanzministerium in den
Zuständigkeitsbereich des Wirtschaftsministeriums übergehen und in
eine aktive Industrie-Beteiligungs-Stiftung umgewandelt werden. Die
Infrastruktur-Unternehmen wie die Austrian, die Asfinag, die ÖBB, die
OMV, die Post, die Telekom Austria und der Verbund sollen in eine
Infrastrukturholding eingebracht werden, die im Bundesministerium für
Verkehr, Innovation und Technologie untergebracht werden". Moser
abschließend: "Die Mehrheit an diesen Infrastrukturunternehmen muss
in öffentlicher Hand bleiben. Nur dadurch gewinnt der Standort
Österreich an zusätzlicher Attraktivität." (Schluss) ns

OTS0141    2005-01-11/13:28

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