Moser zu Post: Nächste Verunsicherung eines Großbetriebs durch Zick-Zack-Kurs der Regierung

Wien (SK) "Im September wurde die Stand-alone-Strategie für die österreichische Post beschlossen", erinnerte sich SPÖ-Wirtschaftssprecher Johann Moser. "Jetzt, vier Monate später, ist davon keine Rede mehr. Nun will die Regierung auch die österreichische Post auf die Schlachtbank führen."
Wie dieser Zick-Zack-Kurs ausgeht, weiß Moser mittlerweile. Nach Austria Tabak, Böhler Uddeholm, seine Anteile an voestalpine und der VA Tech verkauft worden. Dabei hätten die "Privatisierungsknechte" in der ÖIAG offenbar die Vorteile der Käufer mehr im Auge gehabt, als die Vorteile der Österreicher. Moser: "Durch zu billiges Verkaufen hat die ÖIAG und der zuständige Minister Grasser bei den Privatisierungen inzwischen um mehr als 400 Millionen Euro liegen gelassen." ****

Moser stört, dass durch den "Zick-Zack-Kurs der Regierung neben dem Management, die Belegschaft und auch die Kunden der Post massiv verunsichert werden. Wären die Handlanger der Regierung in der ÖIAG gute Manager, dann würden sie dem Unternehmen die nötige Ruhe gönnen."

Schon jetzt habe die Post durch das Dreifachspiel der zuständigen Minister Grasser, Bartenstein und Gorbach ihre Leistungen einschränken müssen. Grasser schreibt der Post eine jährliche Sonderdividende zwischen 40 bis 50 Millionen vor. Wirtschaftsminister Bartenstein will der Post das Briefmonopol wegnehmen. Und Minister Gorbach treibt auf Kosten der Kunden und Mitarbeiter ein undurchsichtiges Spiel mit der Universaldienstverordnung. Moser: "Es darf zu keinem Postraub auf Kosten der Wirtschaft, der Mitarbeiter und der Kunden kommen."

Die Zukunft der ÖIAG sieht der SPÖ-Wirtschaftssprecher folgendermaßen: "Die ÖIAG soll vom Finanzministerium in den Zuständigkeitsbereich des Wirtschaftsministeriums übergehen und in eine aktive Industrie-Beteiligungs-Stiftung umgewandelt werden. Die Infrastruktur-Unternehmen wie die Austrian, die Asfinag, die ÖBB, die OMV, die Post, die Telekom Austria und der Verbund sollen in eine Infrastrukturholding eingebracht werden, die im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie untergebracht werden". Moser abschließend: "Die Mehrheit an diesen Infrastrukturunternehmen muss in öffentlicher Hand bleiben. Nur dadurch gewinnt der Standort Österreich an zusätzlicher Attraktivität." (Schluss) ns

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