Stellungnahme von Frau Dr. Husslein zur Bewerbungsfrist für den Direktorenposten des Museum der Moderne Salzburg

"Ich würde mir wünschen, dass dieses Haus, das viel von meiner Energie und meinem Herzblut trägt angenommen wird ... ." (SIMs Kultur, 12-2004)

Wien (OTS) - Es erfüllt mich mit Freude und Stolz, dass sich das Museum der Moderne Salzburg unter meiner Führung bereits in der kurzen Zeit seit seiner Eröffnung im Oktober 2004 etablieren konnte und sowohl von den Salzburgen als auch von internationalem Publikum sehr positiv angenommen wird. Die Besucherzahlen sprechen für sich:
107.813 Besucher kamen im Eröffnungsjahr, um die Ausstellungen an den beiden Standorten Rupertinum und Mönchsberg zu sehen.

Bereits im Sommer 2004 unterrichtete ich die zuständigen Ressortleiter über meine grundsätzliche Bereitschaft, das Haus nach Ablauf meines Vertrages (Ende 2005) noch zwei weitere Jahre zu leiten, weil es mir ein großes Anliegen ist, das Museum auch nach der Eröffnung in die richtigen Bahnen zu lenken und eine ausreichende Kontinuität zu gewährleisten, um einem potentiellen Nachfolger/in dieses gut etabliert übergeben zu können. Da aber die Politik den Standpunkt vertrat, dass es erforderlich sei, die Position des Direktors ein Jahr vor Auslaufen meines Vertrages für weitere fünf Jahre auszuschreiben, habe ich mich aus persönlichen Gründen entschieden mich nicht zu bewerben.

Es ist gelungen, die umfangreiche und gute Sammlung des Rupertinum, die dennoch einige Lücken aufwies, zu vervollständigen und in einen internationalen Kontext zu situieren. Dieses Ziel konnte durch viele, sehr persönliche Kontakte zu Künstlern und Sammlern erreicht werden. Auch durch zahlreiche Schenkungen und dank eingeworbener Sponsorgelder, die in Kunstankäufe flossen, konnte die Sammlung konsequent erweitert werden. Endlich besitzt Salzburg mit dem Museum der Moderne neben dem Theater und der Musik nun auch im Bereich der bildenden Kunst einen dritten Schwerpunkt.

Zu gegebener Zeit werde ich das Haus in geordneten finanziellen Verhältnissen und mit einer professionellen Standards entsprechenden, langfristigen Planung übergeben. Das Programm für 2006, das Mozartjahr, das für Salzburg besondere Bedeutung hat, wurde von mir bereits fixiert, da die zahlreichen geplanten Kooperationen mit bedeutenden Institutionen im In- und Ausland eine entsprechende Vorlaufzeit erfordern. Daher ist im Hinblick auf diese Programmkonzeption eine geregelte Übergangslösung in jedem Fall notwendig.

Ich freue mich, meinem/r Nachfolger/in ein gut funktionierendes, -unter anderem durch die erfolgreiche Lukrierung von Drittmitteln -budgetär erfolgreiches, von motivierten Mitarbeitern getragenes Museum zu übergeben.

Das Museum der Moderne Salzburg konnte in nur zweieinhalb Jahren Bauzeit und ohne Überschreitung des Baubudgets errichtet werden. Schon durch das Pre-Opening "ein-leuchten" im Sommer 2004 konnte das neue Haus nationale und internationale Akzeptanz erreichen.
Die Eröffnung im Oktober 2004 war ein fulminanter Erfolg mit einem alle Erwartungen übertreffenden Besucheransturm. Die positive Resonanz zeigt, dass das - vorher abfällig als Schachtel bezeichnete - Haus heute ein von aller Welt akzeptiertes großartiges Museum ist, auf das die Salzburger schlussendlich stolz sind. "Salzburg wird sich damit abfinden müssen, nun ein Museum zu besitzen, das zum Besten zählt, was während des Museumsbooms in Europa errichtet wurde." (Der Standard, 24-07-04)

Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass es gelingt, das Museum der Moderne auf dem eingeschlagenen Weg erfolgreich weiterzuführen und dem/r neuen Direktor/in persönlich alles Gute!

Rückfragen & Kontakt:

Museum der Moderne Salzburg Mönchsberg
Anna-Maria Sperling, Presse- & Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +43-(0)662 84 22 20-601
http://www.museumdermoderne.at

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