Lehrlinge: Silhavy fordert betrieblichen Lastenausgleich

Wien (SK) SPÖ-Sozialsprecherin Heidrun Silhavy hält den Vorschlag der FPÖ, einen eigenen Ausbildungs-Freibetrag für Unternehmen mit Lehrlingen zu schaffen, für nicht zielführend. Es gebe schon jetzt zahlreiche finanzielle Anreize zur Lehrlingsausbildung, so ist für die ersten zwei Jahre der Lehrzeit kein Krankenversicherungsbeitrag zu zahlen, für die gesamte Lehrzeit kein Unfallversicherungsbeitrag und kein Zuschlag nach dem IESG; außerdem gibt es 1.000 Euro Lehrlingsausbildungsprämie und diverse Lehrstellenförderungen durch Länder bzw. Kommunen. Silhavy bekräftigte die Forderung der SPÖ, einen Lastenausgleich zwischen ausbildenden und nicht-ausbildenden Betrieben zu schaffen. ****

Die SPÖ-Sozialsprecherin sieht dringenden Handlungsbedarf in zwei Bereichen: Es gebe zu wenig Lehrberufe in zukunftsträchtigen Bereichen, und in manchen Bereichen und Branchen sei die Ausbildungsqualität zu gering. Hier würde auch der von der SPÖ vorgeschlagene Lastenausgleich ansetzen. Die zusätzlichen Mittel würden zielgerichtet für die Steigerung der Ausbildungsqualität eingesetzt und für die Finanzierung von überbetrieblicher Lehrlingsausbildung im Rahmen des Auffangnetzes.

In einem Entschließungsantrag, der im November des Vorjahrs eingebracht wurde, fordert die SPÖ die Regierung auf, gemeinsam mit den Sozialpartnern ein Modell des Lastenausgleichs zur Lehrlingsausbildung auf gesetzlicher Ebene zu erarbeiten, das für alle Betriebe in Österreich gilt. Die Betriebe sowie die überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen, die tatsächlich eine qualitativ hochwertige Lehrlingsausbildung anbieten, sollen finanzielle Mittel erhalten. "Unser Ziel ist es, dass mehr Lehrlinge ausgebildet werden und dass die Qualität der Lehrausbildung ständig verbessert wird", fasste Silhavy zusammen. (Schluss) wf/ws

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0006