- 10.01.2005, 13:25:26
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Lehrlinge: Silhavy fordert betrieblichen Lastenausgleich
Wien (SK) SPÖ-Sozialsprecherin Heidrun Silhavy hält den
Vorschlag der FPÖ, einen eigenen Ausbildungs-Freibetrag für
Unternehmen mit Lehrlingen zu schaffen, für nicht zielführend. Es
gebe schon jetzt zahlreiche finanzielle Anreize zur
Lehrlingsausbildung, so ist für die ersten zwei Jahre der Lehrzeit
kein Krankenversicherungsbeitrag zu zahlen, für die gesamte Lehrzeit
kein Unfallversicherungsbeitrag und kein Zuschlag nach dem IESG;
außerdem gibt es 1.000 Euro Lehrlingsausbildungsprämie und diverse
Lehrstellenförderungen durch Länder bzw. Kommunen. Silhavy
bekräftigte die Forderung der SPÖ, einen Lastenausgleich zwischen
ausbildenden und nicht-ausbildenden Betrieben zu schaffen. ****
Die SPÖ-Sozialsprecherin sieht dringenden Handlungsbedarf in
zwei Bereichen: Es gebe zu wenig Lehrberufe in zukunftsträchtigen
Bereichen, und in manchen Bereichen und Branchen sei die
Ausbildungsqualität zu gering. Hier würde auch der von der SPÖ
vorgeschlagene Lastenausgleich ansetzen. Die zusätzlichen Mittel
würden zielgerichtet für die Steigerung der Ausbildungsqualität
eingesetzt und für die Finanzierung von überbetrieblicher
Lehrlingsausbildung im Rahmen des Auffangnetzes.
In einem Entschließungsantrag, der im November des Vorjahrs
eingebracht wurde, fordert die SPÖ die Regierung auf, gemeinsam mit
den Sozialpartnern ein Modell des Lastenausgleichs zur
Lehrlingsausbildung auf gesetzlicher Ebene zu erarbeiten, das für
alle Betriebe in Österreich gilt. Die Betriebe sowie die
überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen, die tatsächlich eine
qualitativ hochwertige Lehrlingsausbildung anbieten, sollen
finanzielle Mittel erhalten. "Unser Ziel ist es, dass mehr Lehrlinge
ausgebildet werden und dass die Qualität der Lehrausbildung ständig
verbessert wird", fasste Silhavy zusammen. (Schluss) wf/ws
OTS0132 2005-01-10/13:25
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