SP-Haider: Kriminalitätsanstieg 2004 um 2,9 % in Oberösterreich

Innenministerin Prokop zu Sicherheitsgespräch nach OÖ einladen

Linz (OTS) - Die Kriminalität hat in Oberösterreich im Jahr 2004 einen neuen, traurigen Rekordwert erreicht. Mit 81.536 angezeigten Straftaten wurde ein neuer Höchststand erreicht.
"Im Jahr 2004 wurden in OÖ nur mehr 48,9 % der angezeigten Straftaten aufgeklärt. Das ist ein absoluter Negativrekord. Dabei arbeitet die OÖ. Exekutive täglich am Limit und gibt ihr Bestes, wofür ihr auch der uneingeschränkte Dank des Landes gebührt. Was aber nach wie vor nicht stimmt, sind der Personlstand und die Rahmenbedingungen für die Aufklärungsarbeit. Dafür ist die jahrelange Kürzungspolitik der schwarz - blauen Bundesregierung verantwortlich," stellte Erich Haider, Vorsitzender der SP Oö, am Montag zu der nun vorliegenden Jahresstatistik 2004 fest.

Der Anstieg bei den angezeigten Straftaten um 2,9 % auf 81.536 (gegenüber 79.206 für 2003) sei erschütternd. Noch nie habe es in OÖ soviele Kriminalfälle gegeben. 1999 sei diese Zahl noch bei 72.438 gelegen. In nur 5 Jahren sei die Kriminalität in OÖ somit um mehr als 12,5 % in die Höhe geschnellt.
1999 sei die Aufklärungsquote außerdem noch bei 58,3 % gelegen. Jetzt erreiche man nicht einmal mehr 50 %, ergänzte Haider.

"Dieser Entwicklung darf seitens der Bundesregierung nicht mehr länger tatenlos zugesehen werden. Es müssen endlich wirksame Strategien gegen diesen nun seit bereits mehr als 3 Jahren anhaltenden Negativtrend entwickelt und umgesetzt werden.
Ich trete daher dafür ein, dass das Land OÖ die neue Innenministerin Liese Prokop sofort zu einem Sicherheitsgespräch nach Linz einlädt, um die Situation eingehend erörtern zu können. Ich hoffe dabei auf einen neuen Stil in den Verhandlungen und mehr Bereitschaft, auf die Sicherheitsbedürfnisse in unserem Bundeland einzugehen. Ich habe die neue Innenministerin Prokop bisher als eine sehr umgängliche und konstruktive Politikerin kennen gelernt, weshalb ich mich sehr über ein Zusammentreffen in OÖ freuen würde," sagte Erich Haider.

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