Gorbach nach Tsunami: Österreichische Hilfe bei Wiederaufbau von Brücken und Eisenbahn

Expertengruppe eruiert Ende Jänner in Sri Lanka den konkreten Bedarf

Wien (OTS) - "Die zerstörte Infrastruktur trifft den Nerv der von der Flutkatastrophe betroffenen Länder. Der Wiederaufbau von Straßen und Eisenbahn bedeutet mittel- und langfristig für die Menschen in den Katastrophengebieten eine Perspektive für die Zukunft", erklärte Vizekanzler Hubert Gorbach am Mittwoch zur anlaufenden ÖBB-Katastrophenhilfe.

"Die Vorbereitungen für den Einsatz laufen auf Hochtouren. Bis Ende Jänner soll ein Expertenteam startklar sein, das in Sri Lanka einerseits die noch vorhandenen Brücken inspiziert, auf ihren Zustand prüft und feststellt, inwieweit man reparieren kann oder neu bauen muss. Andrerseits soll die Eisenbahnlinie von Colombo bis Galle unter den gleichen Aspekten von den Experten inspiziert werden", führte Gorbach aus. Zu diesem Zweck seien im Expertenteam zwei Mitarbeiter einer Firma, die über spezielle Gleisbauanlagen verfügt.

"In Zusammenarbeit mit den Behörden vor Ort werden wir nach der Analyse wissen, wo welcher Bedarf besteht und wie wir am effizientesten vorgehen können", so Gorbach. Der Bogen der österreichischen Hilfeleistung kann sich von Bergearbeiten von Lokomotiven, Waggons oder weggeschwemmten Schienen bis zur Wiederherstellung des Schienennetzes oder von Brücken erstrecken, so Gorbach. Andrerseits will die ÖBB als Logistikunternehmen in Sri Lanka in der Stadt Galle Direkthilfe leisten und ihr logistisches Know How für die Güterverteilung zur Verfügung stellen.

"Wir haben unser Hilfsangebot im Infrastrukturbereich heute Mittag in einem Koordinierungsgespräch mit dem Botschafter direkt bei der Regierung in Sri Lanka deponiert. Wir erwarten die Rückmeldungen in den nächsten Stunden und Tagen", erklärte der Vizekanzler.

Die Österreichischen Bundesbahnen stehen derzeit mit all ihren Zulieferfirmen in Kontakt. Diese Partner sollen sich mit Sachleistungen oder Experten etc an der Aktion beteiligen. Schon in den ersten Tagen gab es spontane Zusagen von PORR, Rhomberg Bau, Swietelsky Bau, Alcatel Austria, ABB Österreich, Siemens Österreich, Vossloh Österreich, Palfinger AG, Kapsch, Telekom Austria, Postbus und die ASFINAG.(Schluss bxf)

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