Lunacek: Ziviles Friedenskorps statt europäischer Krisentruppe

Wenn Ferrero-Waldner-Vorschlag in diese Richtung geht, dann unterstützenswert

OTS (Wien) "Ein Ziviles Friedenskorps, wie es vom Europaparlament schon in den 90er Jahren beschlossen wurde, wäre jetzt der richtige Schritt für die Europäische Union", erklärt Ulrike Lunacek, außenpolitische Sprecherin der Grünen, zum Vorschlag von EU-Außenkommissarin Ferrero-Waldner. Diese hatte gestern die Einrichtung einer europäischen Krisentruppe für rasche Hilfe bei Katastrophen vorgeschlagen. Wenn Ferreros Vorschlag in Richtung eines Zivilen Friedenskorps für Krisen und Wiederaufbau nach Naturkatastrophen und nach bewaffneten Konflikten gehe, und aus ZivilistInnen - und nicht aus SoldatInnen - bestehe, dann sei dieser Vorschlag "unterstützenswert", so Lunacek.

Der Vorstellung, ein solches Korps solle Teil eines EU-Heeres sein, wie BMin Plassnik dies am 3. Jänner in Form von ‚humanitären battle groups’ gefordert hatte, erteilt Lunacek eine Absage. Das Militär sei bei humanitären Einsätzen für logistische Hilfe beim Transport schweren Gerätes sinnvoll. Für den Aufbau von Wasseraufbereitungsanlagen, von Zeltlagern oder Lazaretten sei hingegen eine militärische Ausbildung an der Waffe nicht nötig. "Im Gegenteil - unter Anleitung kleiner ziviler Teams könnten lokale Kräfte beschäftigt werden", schließt Lunacek.

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