Ärzte ohne Grenzen: Hilfe voll im Gang

Finanzierung für Nothilfe vorerst gesichert - Ehrlichkeit und Transparenz gegenüber Spendern oberstes Gebot

Wien (OTS) - Ärzte ohne Grenzen hat über seine weltweiten Büros für seine umfangreichen Hilfsaktionen in Südostasien außerordentlich viele Spenden erhalten. Derzeit beläuft sich die finanzielle Unterstützung, die Ärzte ohne Grenzen seit Beginn der Katastrophe erhalten hat, auf etwa 38 Millionen Euro. Allein der Beitrag der Bevölkerung in Österreich war beachtlich und beläuft sich derzeit auf etwa eine Million Euro.

Ärzte ohne Grenzen dankt allen privaten Spendern ganz herzlich, die die Nothilfe von Ärzte ohne Grenzen nach dem asiatischen Tsunami unterstützt haben.

Die Teams von Ärzte ohne Grenzen arbeiten Tag und Nacht, um der betroffenen Bevölkerung in Indonesien, Sri Lanka, Indien, Thailand und Myanmar Hilfe zu leisten. Weitere Hilfsprojekte werden noch in den kommenden Tagen und Wochen von Ärzte ohne Grenzen gestartet. Es ist daher zu früh, um die Gesamtkosten der Hilfsaktionen von Ärzte ohne Grenzen in den vom Tsunami betroffenen Gebieten abzuschätzen.

Gemäß seinen Spendenrichtlinien sieht sich Ärzte ohne Grenzen verpflichtet, die Spenden für genau jene Hilfsaktionen einsetzen, für die sie bestimmt sind. Ärzte ohne Grenzen geht davon aus, dass momentan genügend Gelder für die derzeit geplanten und durchgeführten Nothilfeaktionen vorhanden sind. Daher fühlt sich die Organisation verpflichtet, die Öffentlichkeit darüber zu informieren, dass aufgrund der enormen Welle an Hilfsbereitschaft Ärzte ohne Grenzen nicht mehr garantieren kann, dass weitere Spenden für die Nothilfe in der Tsunami-Krisenregion eingesetzt werden.

Ärzte ohne Grenzen wird aber den finanziellen Bedarf weiter abschätzen, sobald sich die Bandbreite der Hilfsaktionen in den betroffenen Gebieten klarer abzeichnet.

Ärzte ohne Grenzen bittet daher die Öffentlichkeit, die Organisation weiterhin mit Spenden an den Notfallfonds zu unterstützen. Dieser Fonds befähigt Ärzte ohne Grenzen, den Opfern der aktuellen Katastrophe in Südasien weiter zu helfen, sofern sich ein längerfristiger Bedarf abzeichnet. Er ermöglicht es aber auch, in anderen weltweiten Krisengebieten Hilfe zu leisten, wie in der kriegsgebeutelten Region Darfur im Sudan z.B. und anderswo in den über 70 Ländern, in denen Ärzte ohne Grenzen tätig ist.. Viele dieser Länder brauchen ebenfalls dringend Nothilfe, umso mehr, da nun einige (institutionalisierte) Gelder, die ursprünglich für diese vergessenen Krisen bestimmt waren, nun zur Finanzierung der Tsunami-Hilfe umgeleitet werden. Ärzte ohne Grenzen fürchtet daher, dass diese bereits notleidenden Völker dadurch noch stärker in Gefahr sind.

Der Notfallfonds von Ärzte ohne Grenzen ist eine Geldquelle für die Hilfsorganisation, auf die sie sofort zurückgreifen kann, wenn eine Katastrophe passiert. Dadurch ist eine schnelle Reaktion auf Ereignisse möglich, bei denen die Geschwindigkeit entscheidend ist, um Leben zu retten. Genau diese Gelder haben es Ärzte ohne Grenzen auch ermöglicht , seine medizinischen Nothilfeteams und Hilfsgüter schnell zu entsenden, um den Menschen in Südostasien, den Opfern des Erdbebens in Bam und der notleidenden Bevölkerung in Darfur 2004 zu helfen.

Achtung:

Bitte daher vorerst die Kontonummer von Ärzte ohne Grenzen aus der Auflistung der Flutopfer-Konten zu streichen bzw. das Kennwort 'Notfallfonds' (s.o.) anzuführen.

Einen Überblick über die umfangreichen Hilfsaktionen finden Sie unter www.aerzte-ohne-grenzen.at

Rückfragen & Kontakt:

Gabriele Faber-Wiener
Ärzte ohne Grenzen
Tel. 01-4097276-28 oder 0664-44 111 28

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