- 04.01.2005, 13:15:24
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Langjährige Wiener SPÖ-Politikerin Maria Hlawka verstorben
Wien (SPW-K) - Die Wiener SozialdemokratInnen trauern um eine
ihrer verdienstvollsten Politikerinnen der Zweiten Republik: Gestern,
Montag, 3. Jänner, ist die langjährige Mandatarin Maria Hlawka im 91.
Lebensjahr in Wien verstorben. Hlawka prägte im Rahmen ihrer
zahlreichen verantwortungsvollen Funktionen und Ämter mehr als drei
Jahrzehnte die Entwicklung Wiens entscheidend mit.
Seit ihrer Jugend der sozialdemokratischen Bewegung eng verbunden
- u.a. war sie bereits von 1931 bis 1934 Funktionärin der
Sozialistischen Jugend -, stellte sie nach der Proklamation der
Zweiten Republik im Jahr 1945 ihre ganze Kraft in den Dienst des
demokratischen Wiederaufbaus Österreichs, speziell seiner Hauptstadt
Wien. In ihrem politischen Heimatbezirk Favoriten übernahm Hlawka in
der Folge zahlreiche bedeutende Funktionen. 1954 wurde sie erstmals
in den Wiener Landtag und Gemeinderat gewählt, denen sie
ununterbrochen bis 1978 als Mandatarin angehörte. Von 1967 bis 1973
fungierte sie als Vorsitzende des Gemeinderates, von 1967 bis 1969
zudem noch als Dritte und von 1969 bis 1973 als Zweite Präsidentin
des Wiener Landtages. Im selben Jahr wurde sie dann zur Ersten
Präsidentin der gesetzgebenden Körperschaft des Landes Wien gewählt.
Dieses Amt übte sie bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 1978 aus.
Die nachhaltige Vertretung von Frauenanliegen ist - neben ihrem
sozialen und gesundheitspolitischen Engagement - von jeher einer der
Schwerpunke der politischen Tätigkeit Hlawkas gewesen. Sie war u.a.
stellvertretende Vorsitzendes der Frauenorganisation der Bundes-SPÖ
sowie von 1965 bis 1977 Vorsitzende des Wiener SPÖ-Frauenkomitees.
Die zahlreichen Errungenschaften für die Frauen - vor allem in den
siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts während der Ära Kreisky -
tragen auch die gewichtige Handschrift Hlawkas. Für ihre großen
Verdienste für Österreich und Wien wurden der Politikerin zahlreiche
Ehrungen zuteil. U.a. wurde sie mit dem Goldenen Ehrenzeichen sowie
dem Großen Goldenen Verdienstzeichen der Republik Österreich
ausgezeichnet. Wien ehre sie 1983 mit der Ernennung zum "Bürger der
Stadt Wien".
In einem Nachruf auf die langjährige, verdienstvolle Politikerin
bezeichnete der Vorsitzende des Wiener SPÖ-Gemeinderatsklubs,
Christian Oxonitsch, die Verstorbene als "eine der großen politischen
Frauengestalten der Zweiten Republik. Mit ihrem Ableben", so
Oxonitsch weiter, "haben Wien und darüber hinaus ganz Österreich
nicht nur eine unermüdliche Kämpferin für eine bessere Gesellschaft,
für die Ausweitung der Rechte der Frauen, sondern auch und vor allem
einen besonders liebenswürdigen Menschen verloren. Hlawkas Wirken hat
tiefe, unauslöschbare Spuren hinterlassen. Die Wiener
SozialdemokratInnen werden ihr ein ehrendes Angedenken bewahren",
schloss Oxonitsch. (Schluss)
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