Langjährige Wiener SPÖ-Politikerin Maria Hlawka verstorben

Wien (SPW-K) - Die Wiener SozialdemokratInnen trauern um eine
ihrer verdienstvollsten Politikerinnen der Zweiten Republik: Gestern, Montag, 3. Jänner, ist die langjährige Mandatarin Maria Hlawka im 91. Lebensjahr in Wien verstorben. Hlawka prägte im Rahmen ihrer zahlreichen verantwortungsvollen Funktionen und Ämter mehr als drei Jahrzehnte die Entwicklung Wiens entscheidend mit.

Seit ihrer Jugend der sozialdemokratischen Bewegung eng verbunden - u.a. war sie bereits von 1931 bis 1934 Funktionärin der Sozialistischen Jugend -, stellte sie nach der Proklamation der Zweiten Republik im Jahr 1945 ihre ganze Kraft in den Dienst des demokratischen Wiederaufbaus Österreichs, speziell seiner Hauptstadt Wien. In ihrem politischen Heimatbezirk Favoriten übernahm Hlawka in der Folge zahlreiche bedeutende Funktionen. 1954 wurde sie erstmals in den Wiener Landtag und Gemeinderat gewählt, denen sie ununterbrochen bis 1978 als Mandatarin angehörte. Von 1967 bis 1973 fungierte sie als Vorsitzende des Gemeinderates, von 1967 bis 1969 zudem noch als Dritte und von 1969 bis 1973 als Zweite Präsidentin des Wiener Landtages. Im selben Jahr wurde sie dann zur Ersten Präsidentin der gesetzgebenden Körperschaft des Landes Wien gewählt. Dieses Amt übte sie bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 1978 aus.

Die nachhaltige Vertretung von Frauenanliegen ist - neben ihrem sozialen und gesundheitspolitischen Engagement - von jeher einer der Schwerpunke der politischen Tätigkeit Hlawkas gewesen. Sie war u.a. stellvertretende Vorsitzendes der Frauenorganisation der Bundes-SPÖ sowie von 1965 bis 1977 Vorsitzende des Wiener SPÖ-Frauenkomitees. Die zahlreichen Errungenschaften für die Frauen - vor allem in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts während der Ära Kreisky -tragen auch die gewichtige Handschrift Hlawkas. Für ihre großen Verdienste für Österreich und Wien wurden der Politikerin zahlreiche Ehrungen zuteil. U.a. wurde sie mit dem Goldenen Ehrenzeichen sowie dem Großen Goldenen Verdienstzeichen der Republik Österreich ausgezeichnet. Wien ehre sie 1983 mit der Ernennung zum "Bürger der Stadt Wien".

In einem Nachruf auf die langjährige, verdienstvolle Politikerin bezeichnete der Vorsitzende des Wiener SPÖ-Gemeinderatsklubs, Christian Oxonitsch, die Verstorbene als "eine der großen politischen Frauengestalten der Zweiten Republik. Mit ihrem Ableben", so Oxonitsch weiter, "haben Wien und darüber hinaus ganz Österreich nicht nur eine unermüdliche Kämpferin für eine bessere Gesellschaft, für die Ausweitung der Rechte der Frauen, sondern auch und vor allem einen besonders liebenswürdigen Menschen verloren. Hlawkas Wirken hat tiefe, unauslöschbare Spuren hinterlassen. Die Wiener SozialdemokratInnen werden ihr ein ehrendes Angedenken bewahren", schloss Oxonitsch. (Schluss)

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