2004: 50 Prozent weniger Kinderunfälle

Die wenigsten Verkehrstoten auf Oberösterreichs Straßen seit 1961

Linz (OTS) - Der positive Trend bei der Entwicklung der Anzahl der Verkehrstoten setzt sich fort. "Ober-österreich liegt sogar noch unter dem Österreichtrend mit dem Rück-gang der Verkehrstoten im vergangenem Jahr. Während österreichweit die Unfälle mit tödlichem Ausgang um 5,9% sanken wurde in Oberösterreich ein Rückgang von 12,1% erreicht. Trotzdem ist weiterhin jeder Verletzte oder Getötete einer zuviel", so der oö. Verkehrs-referent LH-Stv. Erich Haider.

Waren es 1972 - im schlechtesten Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen 1961 - in Ober-öster-reich noch 454 Personen die bei Verkehrsunfällen tödlich verunglückten, so mussten 2004 insgesamt 153 Personen die bei 147 Unfällen ihr Leben lassen. Diese Bi-lanz wurde besonders durch den starken Rückgang der Getöteten auf Rohr--bachs Straßen erreicht. Hier starben gegenüber dem Vorjahr um 11 Personen we-ni-ger bei Ver--kehrsunfällen, gefolgt von Wels-Land (-7) und Ried (-6). Absolut waren es in Öster-reich 55 Ver-kehrs--tote weniger, dies wurde im Großen und Ganzen durch den Trend der Bundes--län-der Steiermark (-45), Ober-österreich (-21) und Burgenland (-18) erreicht.

50% weniger Kinderunfälle
Erfreulicherweise ist bei den getötete Kinder im Straßenverkehr eine Rückgang um 50% zu verzeichnen. Sicherlich auch eine Auswirkung der sehr erfolgreichen Verkehrs-sicher-heits-veranstaltungen für Kinder, die in den letzten Jahren vom Verkehrsressort des Landes durchgeführt wurden. Die gefährdetste Altersgruppe ist jene zwischen 15 und 24 Jahren, hier verloren 37 Personen ihr Leben auf unseren Straßen, was rund ein Viertel aller tödlich Verunglückten bedeutet.

Unfallursache Nummer eins ist weiterhin die Geschwindigkeit.
Bei 52 Unfällen mit tödlichem Ausgang spielte die nicht angepasste Geschwindigkeit eine Rolle. Bei 21 Unfällen wurde der Vorrang verletzt, bei 17 war Unachtsamkeit der ausschlaggebende Faktor. Bei 8 der im Straßenverkehr Getöteten war nachweislich Alkohol im Spiel. Rund ein Drittel der Unfälle mit tödlichem Ausgang waren Allein-un-fälle, rund ein Viertel ereignete sich bei Kollisionen mit dem Gegenverkehr.

Autobahnen am sichersten
Trotz einer Steigerung der Unfalltoten von 13 auf 15 am Autobahnnetz ist die Gefahr hier tödlich zu verunglücken am geringsten. Auf den Landesstraßen verloren 118 Personen ihr Leben im Straßenverkehr, auf Gemeindestraßen immerhin noch 20 Verkehrsteilnehmer.

Positive Bilanz bei den einspurigen Fahrzeuge
Gegenüber dem Vorjahr ist der Rückgang bei den einspurigen Fahrzeugen am auffälligsten. Bei den Radfahrern waren rund ein Drittel, bei den Mofafahrern fast die Hälfte und bei den Motorradfahrern ca. ein Viertel weniger Verkehrstote zu beklagen.

Erich Haider: Weiterarbeiten zur Erhöhung der Verkehrssicherheit Durch das Verkehrssicherheitsprogramm 2010 sollen weiter Impulse gesetzt werden um den positiven Trend auf Ober-öster-reichs Straßen weiter fortzusetzen. "Die Ver-kehrs-sicherheit muss weiterhin erhöht wer-den. Man freut sich über potitive Trends, muss aber weiterhin mit Aufklärungsarbeit, recht-lichen und baulichen Maßnahmen alles daran setzen, um auf Ober-österreichs Straßen Verletzte und Getötete weiter zu redu-zie-ren" betont Landes-haupt-mann-Stv. Erich Haider.

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ Oberösterreich
Medienservice
Gerald Höchtler
Tel.: (0732) 772611-22
gerald.hoechtler@spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS40001