• 04.01.2005, 12:12:50
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2004: 50 Prozent weniger Kinderunfälle

Die wenigsten Verkehrstoten auf Oberösterreichs Straßen seit 1961

Linz (OTS) - Der positive Trend bei der Entwicklung der Anzahl der
Verkehrstoten setzt sich fort. "Ober-österreich liegt sogar noch
unter dem Österreichtrend mit dem Rück-gang der Verkehrstoten im
vergangenem Jahr. Während österreichweit die Unfälle mit tödlichem
Ausgang um 5,9% sanken wurde in Oberösterreich ein Rückgang von 12,1%
erreicht. Trotzdem ist weiterhin jeder Verletzte oder Getötete einer
zuviel", so der oö. Verkehrs-referent LH-Stv. Erich Haider.

Waren es 1972 - im schlechtesten Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen
1961 - in Ober-öster-reich noch 454 Personen die bei Verkehrsunfällen
tödlich verunglückten, so mussten 2004 insgesamt 153 Personen die
bei 147 Unfällen ihr Leben lassen. Diese Bi-lanz wurde besonders
durch den starken Rückgang der Getöteten auf Rohr--bachs Straßen
erreicht. Hier starben gegenüber dem Vorjahr um 11 Personen we-ni-ger
bei Ver--kehrsunfällen, gefolgt von Wels-Land (-7) und Ried (-6).
Absolut waren es in Öster-reich 55 Ver-kehrs--tote weniger, dies
wurde im Großen und Ganzen durch den Trend der Bundes--län-der
Steiermark (-45), Ober-österreich (-21) und Burgenland (-18)
erreicht.

50% weniger Kinderunfälle
Erfreulicherweise ist bei den getötete Kinder im Straßenverkehr eine
Rückgang um 50% zu verzeichnen. Sicherlich auch eine Auswirkung der
sehr erfolgreichen Verkehrs-sicher-heits-veranstaltungen für Kinder,
die in den letzten Jahren vom Verkehrsressort des Landes durchgeführt
wurden. Die gefährdetste Altersgruppe ist jene zwischen 15 und 24
Jahren, hier verloren 37 Personen ihr Leben auf unseren Straßen, was
rund ein Viertel aller tödlich Verunglückten bedeutet.

Unfallursache Nummer eins ist weiterhin die Geschwindigkeit.
Bei 52 Unfällen mit tödlichem Ausgang spielte die nicht angepasste
Geschwindigkeit eine Rolle. Bei 21 Unfällen wurde der Vorrang
verletzt, bei 17 war Unachtsamkeit der ausschlaggebende Faktor. Bei 8
der im Straßenverkehr Getöteten war nachweislich Alkohol im Spiel.
Rund ein Drittel der Unfälle mit tödlichem Ausgang waren
Allein-un-fälle, rund ein Viertel ereignete sich bei Kollisionen mit
dem Gegenverkehr.

Autobahnen am sichersten
Trotz einer Steigerung der Unfalltoten von 13 auf 15 am Autobahnnetz
ist die Gefahr hier tödlich zu verunglücken am geringsten. Auf den
Landesstraßen verloren 118 Personen ihr Leben im Straßenverkehr, auf
Gemeindestraßen immerhin noch 20 Verkehrsteilnehmer.

Positive Bilanz bei den einspurigen Fahrzeuge
Gegenüber dem Vorjahr ist der Rückgang bei den einspurigen Fahrzeugen
am auffälligsten. Bei den Radfahrern waren rund ein Drittel, bei den
Mofafahrern fast die Hälfte und bei den Motorradfahrern ca. ein
Viertel weniger Verkehrstote zu beklagen.

Erich Haider: Weiterarbeiten zur Erhöhung der Verkehrssicherheit
Durch das Verkehrssicherheitsprogramm 2010 sollen weiter Impulse
gesetzt werden um den positiven Trend auf Ober-öster-reichs Straßen
weiter fortzusetzen. "Die Ver-kehrs-sicherheit muss weiterhin erhöht
wer-den. Man freut sich über potitive Trends, muss aber weiterhin mit
Aufklärungsarbeit, recht-lichen und baulichen Maßnahmen alles daran
setzen, um auf Ober-österreichs Straßen Verletzte und Getötete weiter
zu redu-zie-ren" betont Landes-haupt-mann-Stv. Erich Haider.

OTS0070    2005-01-04/12:12

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