• 04.01.2005, 09:09:33
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Jahresbilanz 2004 der ÖAMTC-Flugrettung (1)

15.796 Einsätze, 1.000 Menschenleben gerettet

Wien (ÖAMTC-Presse) - Die Christophorus-Notarzthubschrauber und
der Wr. Neustädter Intensivtransporthubschrauber flogen von ihren 15
Stützpunkten im Vorjahr 15.796 Einsätze. Etwa eintausend Menschen
sind dank der schnellen Hilfe aus der Luft heute noch am Leben.
Tausende haben sich lange Aufenthalte in Krankenhäusern und
Rehabilitationszentren erspart. ÖAMTC-Flugrettungchef Kurt Nordberg:
"Mit den mittlerweile 24 Helikoptern, 46 hauptamtlichen Flugkapitänen
und über 500 Ärzten, Sanitätern des Roten Kreuz und der Wiener
Rettung sowie Flugrettern der Bergrettung können wir eine
flächendeckende Flugrettung garantieren und gehören mit zum Rückgrat
der notärztlichen Versorgung in Österreich."

News aus 2004

Mit der Stationierung von Christophorus 15 in Ybbsitz im
Mostviertel wurde in Niederösterreich der letzte weiße Fleck ohne
Flugrettung beseitigt. Wie notwendig dieser Hubschrauber war, zeigen
die Einsatzzahlen. In nur einem halben Jahr flog Christophorus 15
über 560 Einsätze. Nordberg: "Österreichweit gibt es nun kaum noch
Punkte, die nicht innerhalb von 15 Minuten nach der Alarmierung von
einem unserer Notarzthubschrauber erreicht werden."

Zur Sicherung der hohen Qualitätsansprüche investierte die
ÖAMTC-Flugrettung auch weiterhin unter anderem in bedarfsgerechte
Unterkünfte für die Crews. Neben Stützpunktneubauten in Suben in
Oberösterreich (Christophorus Europa 3) und Kitzbühel (Christophorus
4) wurde 2004 noch der Christophorus 2-Stützpunkt in Krems renoviert.
Am Flughafen Innsbruck begann der Bau für das Flugrettungszentrum
West, das im Mai 2005 eröffnet wird und auch die Einsatzstelle für
den Hubschrauber des Bundesministerium für Inneres beheimatet.

Alle 20 Minuten ein Einsatz

2004 wurde tagsüber durchschnittlich alle 20 Minuten ein
Verletzter oder Erkrankter von einem Notarzt eines
Christophorus-Notarzthubschraubers versorgt. Von der Alarmierung über
die Leitstellen des Roten Kreuz, bzw. in Wien via Wiener Rettung, bis
zur Landung eines Christophorus-Notarzthubschraubers am Notfallort
vergingen im Vorjahr lediglich 13 Minuten. Prim. Dr. Helmut Trimmel,
medizinischer Koordinator der ÖAMTC-Flugrettung: "Inklusive der
umfassenden Erstversorgung konnten unsere Patienten im Schnitt
bereits 40 Minuten nach der Alarmierung des Hubschraubers
stabilisiert im Krankenhaus übergeben werden." Für etwa sieben
Prozent der Patienten war die schnelle Hilfe aus der Luft
lebensrettend und eine noch viel größere Zahl wurde vor bleibenden
gesundheitlichen Schäden oder langwieriger Rehabilitation bewahrt.
Mit derartigen Werten liegt die ÖAMTC-Flugrettung im europäischen
Spitzenfeld. Insgesamt wurden Patienten aus über 50 Nationen
notärztlich versorgt in die Krankenhäuser gebracht, etwa drei Viertel
kamen aus Österreich, jeder siebente Patient war ein deutscher
Staatsbürger.

Insgesamt waren die Christophorus-Hubschrauber und der
Intensivtransporthubschrauber bei den 15.796 Rettungseinsätzen fast
500.000 Minuten in der Luft - vergleichsweise wäre ein Hubschrauber
fast ein Jahr Tag und Nacht im Einsatz. Seit der Inbetriebnahme von
Christophorus 1 im Jahr 1983, des 1. Notarzthubschraubers
Österreichs, flogen die ÖAMTC-Hubschrauber bereits 120.000 Einsätze.

500 Taubergungen

Rund 80 Prozent der Rettungsflüge galten Primäreinsätzen, bei
denen die Notfallcrew direkt zum Unfallort gerufen wurde. Die übrigen
Rettungsflüge waren jeweils zur Hälfte Überstellungsflüge zwischen
Krankenhäusern bzw. Fehleinsätze. Fast ein Drittel aller
Primäreinsätze flog die ÖAMTC-Flugrettung in Niederösterreich,
gefolgt von Tirol (18 Prozent) und der Steiermark (12 Prozent). Mit
1.762 Einsätzen hatte die Crew des Wiener Notarzthubschraubers
Christophorus 9 am meisten zu tun, auf Platz zwei und drei liegen
Christophorus 2 in Krems mit 1.598 und Christophorus 3 in Wr.Neustadt
mit 1.453 Einsätzen.

Mit fast 30 Prozent der Rettungsflüge sind internistische Notfälle
Spitzenreiter in der Christophorus-Einsatzstatistik 2004. 22 Prozent
der Alarmierungen erfolgten nach Sport- und Freizeitunfällen, 70
Prozent davon wurden in alpinem Gelände geflogen. Fast 500 verletzte
und erkrankte Personen konnten nur noch mittels Taubergung gerettet
werden. Jeder siebente Rettungsflug (14,4 Prozent) galt einem
Verkehrsunfall.

(Forts.)
ÖAMTC-Presse/Manfred Pfnier

Aviso an die Redaktionen:
Bildmaterial finden Sie im ÖAMTC-Fotoservice unter
http://www.oeamtc.at/presse/.

OTS0020    2005-01-04/09:09

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