- 27.12.2004, 11:10:40
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Gorbach: Zug um Zug zu mehr Komfort für die Bahnkunden
Bahn ist besser als ihr Ruf
Wien (OTS) - "Beschwerden von Bahnkunden nehme ich als
Eigentümervertreter sehr ernst. Ziel der Bahnreform war und ist es,
die ÖBB zu einem kundenorientierten Unternehmen zu machen. So habe
ich schon vor Weihnachten mit Vorstandsdirektor Stefan Wehinger (ÖBB
Personenverkehr AG, Anm.) über die vermehrten Beschwerden in
Vorarlberg gesprochen und mir versichern lassen, dass alle 144
Regionalzüge, die Werktags in Vorarlberg verkehren, wieder über den
gewohnten Komfort verfügen", so Vizekanzler und Verkehrsminister
Hubert Gorbach zur jüngsten Diskussion zwischen dem Land Vorarlberg
und den ÖBB.
"Das Problem wurde erkannt und rasch behandelt. Ein Teil der
Beschwerden konnte somit bereits ausgeräumt werden. Es darf in dieser
Diskussion aber auch erwähnt werden, dass das Angebot in Vorarlberg
weiter ausgebaut wurde", so der Vizekanzler. Im Zuge des
Fahrplanwechsels hat sich der Leistungsumfang im Regionalverkehr um
rund 135.000 km - das sind ca. 7% zusätzliches Angebot - erhöht. Zwei
neue Eilzüge von Bregenz nach Bludenz und die Erweiterung des
Angebots in Richtung St. Margrethen in den Abendstunden sind nur zwei
neue Angebote. Neu ist auch, dass erstmals in Vorarlberg von
Montag-Freitag im Halbstundentakt zwischen 6 und 19 Uhr gefahren
wird. Im neuen Fahrplan werden an einem Werktag somit 144
Regionalzüge geführt.
Bedingt durch fristabhängige Revisionen, die auch genutzt werden, die
Qualität der Zuggarnituren zu erhöhen, kam es vorübergehend zu einem
Wagenmangel. Dies betraf vier Züge bzw. 2,7%. "Mir wurde versichert,
dass bereits alle Garnituren wieder ausgetauscht wurden und auch der
City-Shuttle ist - nach Revision und Hauptuntersuchung - wieder voll
im Einsatz. Daraus zu schließen, dass die Qualität der ÖBB ganz
allgemein nicht ausreichend sei, halte ich für kontraproduktiv. Die
Ergebnisse der jüngsten Kundenzufriedenheitsstudie zeigen ein anderes
Bild", so Gorbach. Bei den regelmäßig von den Österreichischen
Bundesbahnen durchgeführten Qualitätsumfragen unter den BahnkundInnen
weißt das Land Vorarlberg österreichweit die besten Werte auf. So
wurde beispielsweise die Pünktlichkeit von den Vorarlberger
Bahnkundinnen und Bahnkunden mit einem Spitzenwert von 1,5 beurteilt
(Schulnotensystem) und auch die Bewertung betreffend Freundlichkeit
und Kompetenz der Zugbegleiter liegt über dem österreichischen
Durchschnitt.
Dem Wunsch, dass neue Triebwagen eingesetzt werden, käme laut Gorbach
die ÖBB Personenverkehr AG gerne nach, wie der gerade erfolgte
Einsatz des Talent in Wien und des Desiro in der Steiermark beweisen.
Leider kam es mit dem Land Vorarlberg noch zu keiner Einigung über
eine Ko-Finanzierung.
"Wir wissen, dass noch viel zu tun ist, bis auch der Bahnkunde das
Gefühl hat, König zu sein. Die neue Struktur der ÖBB ermöglicht den
einzelnen Sparten marktorientiert zu agieren. Ich bin überzeugt, dass
dies nachhaltig dazu führt, dass der Schienenverkehr an Attraktivität
gewinnt und zur echten Mobilitätsalternative wird", so der
Vizekanzler abschließend.
OTS0051 2004-12-27/11:10
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