• 27.12.2004, 10:21:02
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Über 20 Bildungscluster auf Erfolgskurs

Leitl: Kooperationen zwischen Unternehmen und Bildungseinrichtungen verbessern die Berufsorientierung und erhöhen den Praxisbezug der Ausbildung

Wien (PWK 948) - Die Initiative von Wirtschaftskammer Österreich
Präsident Christoph Leitl und Bildungsministerin Elisabeth Gehrer,
Bildungscluster als Kooperationsnetzwerke an Schul- und
Wirtschaftsstandorten in Österreich einzurichten, bewährt sich. "Seit
2002 haben sich bundesweit Schulen und Bildungsinstitute mit
Unternehmen, regionalen Wirtschaftskammern und anderen
Interessenvertretungen zu inzwischen über 20 Bildungscluster
zusammengeschlossen und zahlreiche weitere sind bereits konkret im
Aufbau", zieht Leitl erfolgreiche Zwischenbilanz. Die gemeinsame
Qualifizierungsoffensive von WKÖ und bm:bwk ziele vor allem in
Richtung besserer Ausbildung, besserer Berufsorientierung und auch in
Richtung Praxisschub für die Schulen. "Die enge Zusammenarbeit von
Wirtschaft und Schule ist für einen attraktiven Wirtschaftsstandort
von großer Bedeutung, um gut ausgebildete Arbeitskräfte und damit
auch hochwertige Produkte und Dienstleistungen hervorbringen zu
können. Österreich kann nicht den Kostenwettbewerb gewinnen, aber
sehr gut im Qualitätswettbewerb punkten. Die Bildungscluster leisten
dazu einen wichtigen Beitrag", ist Leitl überzeugt.

So wurde beispielsweise im Frühjahr 2004 der Bildungscluster Wr.
Neustadt eröffnet. 15 Schulen unter anderem HTL, BRG, Berufschule,
Hauptschulen sowie die Fachhochschule Wr. Neustadt vernetzten sich
mit über 20 regionalen Unternehmen aus verschiedensten Branchen
(www.bildungscluster-wrn.at). In der Region Neunkirchen entstand im
Herbst ein Bildungscluster unter der Leitung der Handelsakademie, wo
mit rund 30 Unternehmen kooperiert wird. Auch die Kooperative
Mittelschule Brüsslgasse in Wien, in der SchülerInnen aus 15
verschiedenen Nationen unterrichtet werden und die ihren Schwerpunkt
schon seit Jahren auf das Thema Berufsorientierung setzt, ist seit
Dezember Bildungscluster-Partner. Als "Bildungscluster-Land" hat sich
Tirol herauskristallisiert, das durch Hall in Tirol und weitere 8
Standorte vertreten ist. In Wien war das Berufsinformationszentrum
der Wirtschaftskammer Wien (biwi) als Drehscheibe zwischen Schule und
Wirtschaft von Anfang an dabei.

"Jeder Bildungscluster hat seine eigene Geschichte und entwickelt
seine eigene Dynamik. Die Entwicklung ist äußerst vielversprechend",
freut sich Leitl, der für die Zukunft eine bundesweite
Implementierung von Clustern anvisiert. 2005 starten unter anderem
Hollabrunn mit Partnerschulen in Tschechien, Villach, Spittal/Drau,
Mödling, Wels, Graz und auch die österreichische Schule in Guatemala
ist dabei.

Als Erfolgsgeheimnis bezeichnet Leitl das praxisorientiertes Konzept
mit rascher Umsetzbarkeit an jedem interessierten Standort, gepaart
mit einer zielgruppenkonformen Projektberatung und -begleitung. Die
Zusammenarbeit ist flexibel vereinbar und gestaltet sich individuell
aus den unterschiedlichen Qualifizierungsbedürfnissen und
Gegebenheiten in den Regionen. Das Netzwerk ist offen und erweitert
sich laufend. Ein Moderator begleitet und koordiniert die
Clusterentwicklungen. Die Zusammenarbeit und Vernetzung erfolgt über
moderne Kommunikationstechnologien sowie persönlich bei
Interaktionen, gemeinsamen Veranstaltungen, durch
"Wirtschaftsstammtische" bzw. durch gegenseitige Besuche. Zusätzlich
erscheint ein monatlicher Newsletter der an 8.000 Schulen versendet
wird. Die allgemeinen Konzepte sind auf www.bildungscluster.at zu
finden. (Ne)

OTS0034    2004-12-27/10:21

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