Sburny: Mit Dienstleistungsschekc werden Frauen in prekäre Arbeitsverhältnisse gedrängt

Qualifiziertes Personal wird durch unqualifiziertes ersetzt =

"Der heute präsentierte Vorschlag für den Dienstleistungsscheck wird dazu führen, dass erstens Frauen verstärkt in prekäre Arbeitsverhältnisse gedrängt werden und zweitens qualifiziertes Personal durch unqualifiziertes ersetzt wird. Eine Bekämpfung der Schwarzarbeit, wie es BM Bartenstein darstellt, wird durch den Dienstleistungsscheck kaum erreicht, denn der Großteil der Schwarzunternehmer sind im Baubereich tätig und nicht im Dienstleistungsbereich", so Michaela Sburny, Wirtschaftssprecherin der Grünen.

Bisher mussten Dienstleisterinnen angestellt oder zumindest geringfügig beschäftigt werden. Mit dem Dienstleistungsscheck werden sie nur mehr stundenweise beschäftigt. Wesentliche Arbeitnehmerinnenrechte wie Urlaubsansprüche fallen damit etwa weg. "Frauen werden damit verstärkt in prekäre Arbeitsverhältnisse gedrängt und eine Spirale nach unten wird in Gang gesetzt", so Sburny.

Qualifiziertes Personal wird durch unqualifiziertes ersetzt, denn mit dem Dienstleistungsscheck können für die entsprechende Dienstleistung nicht ausgebildete Personen in Anspruch genommen werden. Die Betreuung von Pflegebedürftigen wird etwa derzeit von ausgebildeten PflegerInnen durchgeführt. In Zukunft ist dafür keine spezielle Ausbildung mehr erforderlich.

Untersuchungen in Frankreich haben zudem ergeben, dass mit dem Dienstleistungsscheck dem Steuerhinterziehung Vorschub geleistet wird.

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