AK Test: Kabelfernsehen in Österreich billiger als in der Schweiz und in Deutschland

Große Preisunterschiede bei Anschluss- und Nutzungskosten in Österreich

Wien (OTS) - Kabelfernsehen ist in Österreich billiger als in Deutschland oder der Schweiz. Das zeigt ein aktueller Preistest bei 31 österreichischen und bedeutenden deutschen und schweizer TV-Kabelanbietern. An jährlichen Nutzungsgebühren entrichten Österreicher mit durchschnittlich knapp 144 Euro weniger als Deutsche mit knapp 184 Euro oder Schweizer mit rund 158 Euro. Je nach Bundesland unterscheiden sich somit die Jahreskosten um bis zu 60 Prozent.

In Österreich versorgen mehr als 200 regionale Kabelnetzanbieter über eine Million Kunden mit TV-Programmen. Großteils sind es lokale Kleinunternehmen, unter denen der Konsument wegen der abgesteckten Versorgungsgebiete seinen Anbieter in der Regel nicht frei wählen kann. Die Anschlusskosten für Kabel-TV variieren in Österreich stark und machen zwischen 50 und 930 Euro aus. "Oft werden nur Kostenbandbreiten angegeben, mehr erfährt der Konsument erst nach Besichtigung der Wohnlage", erklärt AK Konsumentenschützerin Daniela Zimmer. Im Schnitt werden 355 Euro für Einfamilienhäuser und 241 Euro für Wohnungen verrechnet. In Deutschland kostet ein Kabel-TV-Anschluss im Schnitt 124 Euro. Meist kassiert der Vermieter aber noch zusätzlich mit, wenn er die Erschließung der einzelnen Wohnungen finanziert hat. Schweizer Anschlüsse sind mit durchschnittlich 1.039 Euro erheblich teurer.

Für den AK Leistungsvergleich mussten die Kabel-TV-Anbieter zumindest ein definiertes Basisprogramm anbieten (ORF1, ORF2, ATV+, ARD, ZDF, PRO7, SAT1, RTL, RTL2, VOX, Kabel1, 3SAT, KiKa, Super RTL, Eurosport). Durchschnittlich haben die untersuchten österreichischen Anbieter 38 Programme, deutsche 43 und schweizer 49 Programme. Die deutschen Anbieter haben aber keine österreichischen Sender im Angebot, die Schweizer meist schon. Im Schnitt entrichten Österreicher knapp 144 Euro an Nutzungsgebühren im Jahr. Schweizer Haushalte zahlen jährlich um 10 Prozent mehr - durchschnittlich knapp 158 Euro -, deutsche KonsumentInnen sogar um 28 Prozent mehr -durchschnittlich knapp 184 Euro im Jahr.

Die teuersten Nutzungsgebühren fallen in Wien und Burgenland an. Während Wiener 193 Euro und Burgenländer 190 Euro im Jahr an Nutzungsgebühren zahlen, liegen die Nutzungsgebühren in Salzburg durchschnittlich nur bei knapp 121 Euro. Zwischen Wien und Salzburg beträgt der Preisunterschied also 60 Prozent. Aber: Anbieter, die relativ hohe Nutzungsentgelte haben, haben tendenziell niedrigere Anschlusspreise.

Manche Anbieter verlangen zusätzlich eine einmalige Anmeldegebühr:
In Österreich heben 10 der 31 untersuchten Anbieter Einmalentgelte zwischen 14 und 76 Euro ein. Vier von fünf deutschen Anbietern verrechnen zwischen rund 34 und 40 Euro. In der Schweiz verlangt sie nur ein Anbieter - 76 Euro für die Anmeldung.
SERVICE: Der Preistest im Internet unter www.konsumentenschutz.at.

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