• 19.12.2004, 12:15:15
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ASFINAG: A 7 Tunnel Bindermichl: Ab heute Verkehr erstmals unter der Erde

Bindermichl-Einhausung bringt wesentliche Verbesserung für Anrainer und Umwelt

Linz (OTS) - Nach nur einjähriger Bauzeit wird bereits heute die
Bindermichltunnel-Oströhre für den Verkehr freigegeben. Damit rollen
die mehr als 90.000 Fahrzeuge pro Tag nun erstmals unter der Erde.

Vizekanzler Hubert Gorbach: "Rund 1,7 Kilometer, das sind mehr als
zwei Drittel der gesamten Strecke, führen "unter Tag". Das bringt zum
einen den Anrainern entlang dieses Autobahnzubringers eine
wesentliche Lärmentlastung, zum anderen profitieren die
Verkehrsteilnehmer durch diese Erhöhung der Verkehrssicherheit. Dies
entspricht meinem erklärten Ziel, die Zahl der Verkehrstoten in
Österreich bis 2010 zu halbieren."

Die Gesamtfertigstellung der Großbaustelle Bindermichl ist für
Ende 2005 geplant, freut sich OÖ.’s Landeshauptmann Dr. Josef
Pühringer: "Alle Baumaßnahmen laufen hervorragend. Dies ist zum einen
auf das vorbildliche Baumanagement zurückzuführen - bei der A 7
Einhausung Bindermichl sind rund 450 Arbeiter praktisch rund um die
Uhr tätig. Zum anderen beweisen auch die Autofahrer absolute
Disziplin. So verzeichnen wir seit Beginn der Baustelle bis dato um
ca. 25 % weniger Verkehrsunfälle."

Auch der Linzer Bürgermeister Dr. Franz Dobusch bestätigt die
große Akzeptanz der Baustellenführungen seitens der Bevölkerung:
"Insgesamt sind im Zuge dieses Bauprojekts 22 verschiedene
Verkehrsführungsphasen notwendig, wobei darauf geachtet wird, dass
ausgenommen weniger Ausnahmefälle generell je zwei Fahrstreifen pro
Richtungsfahrbahn für den Verkehr zur Verfügung stehen."

Die Herstellung dieses modernen und sicheren Tunnels inkl. einer
Verkehrsbeeinflussungs-Anlage bringt nicht nur eine Verbesserung der
Umweltsituation für ca. 3.000 direkte AnrainerInnen, das
Wagner-Jauregg Krankenhaus und den gesamten Stadtteil Bindermichl,
sondern ist auch ein wesentlicher Beitrag zur Erhöhung der
Verkehrssicherheit.

ÖSAG-Geschäftsführer Dipl.-Ing. Alois Schedl: "Die Betriebs- und
Sicherheitseinrichtungen im Tunnel Bindermichl und der Einhausung
Niedernhart entsprechend dem neuesten Stand der Technik. Die
Überwachung erfolgt zentral und rund um die Uhr von der
Autobahnmeisterei Wels aus. Dabei steht neben einer, nach modernstem
Stand konzipierten elektronischen Notfall- und Störungsmeldeanlage
auch eine lückenlose Videoüberwachung der gesamten Tunnelstrecken und
Portalbereiche zur Verfügung."

Dadurch ist gewährleistet, dass im Notfall rasch die Alarmierung
der Einsatzkräfte erfolgt und die notwendigen Erstmaßnahmen ergriffen
werden.

Das Projekt der "Einhausung und Absenkung der A 7 Mühlkreis
Autobahn im Bereich Bindermichl" beinhaltet folgende
Hauptmaßnahmen:

- Zweiröhriger Autobahntunnel im Bereich Bindermichl (L: knapp 1,1
   km)
 - Zweiröhrige Autobahneinhausung im Bereich Niedernhart (L: 580 m)
 - Umbau der Anschlussstelle Muldenstraße in Kreisverkehrsform mit
   zusätzlichen Auf- und Abfahrtsspuren aus bzw. in den Tunnel
 - Ertüchtigung des Autobahnquerschnitts durch zusätzliche Spuren
   und durchgehende Pannenstreifen
 - Errichtung neuer bzw. Verbreiterung bestehender Direktrampen im
   Knoten Hummelhof
 - Errichtung neuer bzw. Sanierung bestehender Brückenobjekte im
   Projektsbereich
 - Errichtung zusätzlicher Lärmschutzwände
 - Architektonische Gestaltung der Tunnelportale und der
   Lärmschutzwände

Die Gesamtfertigstellung des Großprojektes Bindermichl erfolgt im
November 2005. Ab heute Nachmittag steht den Verkehrsteilnehmern als
erster Schritt die Bindermichltunnel-Oströhre im Gegenverkehr zur
Verfügung.

Gesamtkosten Einhausung und Absenkung A 7 Bereich Bindermichl: ca.
Euro 149,5 Mio.

Die Finanzierung erfolgt zu 77,7 % aus den Einnahmen der ASFINAG
aus Maut, Vignette und Lkw-Road-Pricing. Die verbleibenden 22,3 %
teilen sich das Land Oberösterreich und die Stadt Linz.

Rückfragehinweis:
Mag. Anita Oberholzer
ASFINAG-Pressesprecherin
Mobil: 0664 / 102 23 63

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ASF

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