Wiener Gemeinderat (4)

Bahnhof Wien Europa Mitte

Wien (OTS) - Bei diesem Masterplan und den Änderungen sei ein Maximum an Einigkeit ausgehandelt worden, sagte GR Dr. Herbert Madejski (FPÖ). Es ist die Chance, ein ganz neues Stadtgebiet zu formen, leider sei aber nicht der ganze Südgürtel erfasst. Das Einkaufszentrum sei ein bisschen größer, als wie man es sich vorgestellt habe. Er sei früher der Ansicht gewesen, man sollte den neuen Bahnhof auch an die U2 anbinden. Nach einer Evaluierung könne man dies vielleicht doch verwirklichen. Das Stellplatzregulativ sei positiv zu werten. Die Stadt Wien müsse an allen Gremien und Gesellschaften beteiligt sein.

GR Johann Driemer (SPÖ) lehnte die Kritik an der zeitlichen Abfolge des Projektes ab. Es sei rasch zu einer gemeinsamen Lösung gekommen. Die Bevölkerung sei für dieses riesige Zukunftsprojekt miteinbezogen worden, das im Konsens verwirklicht werden kann. Der ganze Stadtteil werde aufgewertet, der Bahnhof werde ein europäischer TEN-Knotenpunkt. Viele Arbeitsplätze würden hier entstehen, die Lebensqualität der Bewohner werde erhöht. Bereits 2005 könne der erste Teil der Arbeiten, die eine Gesamtinvestition von mehr als 420 Millionen Euro erfordern, beginnen. Er sei froh über die Einigung der vier Parteien und brachte den gemeinsamen Antrag zur Abstimmung ein.

Auch GR Mag. Rüdiger Maresch (Grüne) freute sich über die Einigung. Lediglich der Name des Bahnhofes gefalle ihm nicht ganz. Auch erfordere eine derartige stadtplanerische Herausforderung eine strategische Umweltprüfung. Im Masterplan seien nur einige ökologische Probleme erfasst. So fehle die Gender-Perspektive, die Partizipation und die Bürgerbeteiligung spiele eine zu kleine Rolle.

Die Verwirklichung des Projektes sei ein entscheidender Schritt in der Verkehrspolitik für Wien und die gesamte Ostregion, sagte GR Mag. Wolfgang Gerstl (ÖVP). Die bisherigen Kopfbahnhöfe werden zu Durchgangsbahnhöfen, das bedeute mehr Flexibilität und Schnelligkeit im Zugsverkehr und biete eine exzellente Verkehrsverbindung für ganz Europa an. In der Zeit von 2010 bis 2012 könne hier mit einer Investition von einer halben Milliarde Euro gleichzeitig ein interessanter Stadtteil verwirklicht werden. Der öffentliche Personennahverkehr, ÖPNV, werde damit in der gesamten Regierung verstärkt, der Schnellbahnverkehr verdichtet, die Anbindung Wien-Bratislava optimiert. Ob auch die U1 an diesen Bahnhof angebunden werden solle, könnte im Rahmen der Realisierung überprüft werden. (Forts.) fk/rr

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