Neubau will Lkw über 7,5 Tonnen Gewicht aus dem Bezirk verbannen

SPÖ-Antrag wurde in der Bezirksvertretungssitzung mehrheitlich angenommen

Wien (SPW-K) - Neubau fordert als dritter Wiener Innenstadtbezirk ein Fahrverbot für Lastkraftwagen mit mehr als 7,5 Tonnen Gewicht. Ein entsprechender Antrag der SPÖ-Neubau wurde gestern in der Bezirksvertretungssitzung mehrheitlich gegen die Stimmen der ÖVP angenommen. "Wir wollen dadurch den Lärm und die Abgase durch unnötigen Lkw-Verkehr im Bezirk reduzieren", erklärt der Neubauer SPÖ-Bezirksvorsteher Stellvertreter Rainer Husty. Die Museumsstraße und der Gürtel sollen von dem Fahrverbot ausgenommen werden. In Einzelfällen soll es ebenfalls Ausnahmen geben. Experten sollen nun das Lkw-Fahrverbot prüfen.

"Wir haben immer wieder beobachtet, dass große Lkw oft halbleer in den Bezirk fahren, um Waren auszuladen. Diese geringe Mengen würden ohne Probleme auch in kleinere Fahrzeuge passen", begründet Husty den Antrag. Die Ursache des steigenden Schwerverkehrs sieht Husty in den immer kleiner werdenden Warenlagern der Firmen. "Anstatt die Ware im Geschäft zu lagern, setzen viele Firmen auf Lieferungen 'just in time'. Das bedeutet aber nichts anderes, als Warenlager auf Rädern, die lärmend und stinkend durch die Stadt rollen", sagt der SPÖ-Bezirksvorsteher Stellvertreter. Die Lebensqualität der WienerInnen dürfe nicht zugunsten der Gewinne von Unternehmen geopfert werden.

Obwohl die KosumentInnen nicht wesentlich mehr einkaufen und die Bevölkerungszahl im innerstädtischen Bereich abgenommen hat, haben sich die täglichen Transporte in den letzten 20 Jahren verdoppelt und die Zustellfahrzeuge werden immer größer und schwerer. Die SPÖ-Neubau hat bereits vor 14 Jahren einen gleich lautenden Antrag beschlossen, umgesetzt wurde dieser aber nicht, weil die Wirtschaft eine bessere Transportlogistik versprochen hatte. (Schluss)

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