- 17.12.2004, 10:00:58
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Jutta Speidel: "Ich würde mich nie liften lassen"
Stuttgart (ots) - Im Reader's Digest-Interview spricht die
Schauspielerin über ihr Leben als TV-Nonne, die katholische Kirche
und ihr Hilfsprojekt "Horizont"
Jutta Speidel geht mit der katholischen Kirche hart ins Gericht.
"Der Vatikan muss eine andere Form von Hilfe in die Dritte Welt
tragen", sagte die 50-jährige Schauspielerin und TV-Nonne gegenüber
dem Magazin Reader's Digest (Januar-Ausgabe). Speidels Appell an den
Papst: "Es genügt nicht, die Menschen in diesen Ländern aufzufordern,
in Keuschheit zu leben, damit sie sich nicht mit Aids infizieren."
Seit vielen Jahren gehört die Katholikin zu den beliebtesten und
erfolgreichsten deutschen Schauspielerinnen. Ob auf der Bühne oder im
Fernsehen, die Mutter zweier erwachsener Töchter wird für ihre
authentische Art vom Publikum hoch geschätzt. Der Durchbruch als
Fernsehdarstellerin war ihr 1975 mit dem Thriller "Die letzten
Ferien" gelungen. Seitdem sind viele Erfolge hinzugekommen, unter
anderem die ZDF-Reihe "Alle meine Töchter" und die Serie "Um Himmels
Willen", in der sie die Ordensschwester Lotte Albers spielt; Anfang
Januar sind die neuen Folgen in der ARD zu sehen.
Über die Parallelen zwischen der TV-Rolle als Nonne und ihrem
Alltagsleben sagt Speidel: "Ich bin genauso stur, warmherzig und
humorvoll, liebe aber auch das Spontane." Und ist sie selbst auch
religiös? "Ich glaube an eine höhere Macht im Universum, die mich
beschützt. Dafür sage ich jeden Tag Danke", antwortet sie.
Neben der Schauspieltätigkeit widmet sich die Münchnerin derzeit
vor allem ihrem Verein "Horizont", der obdachlosen Menschen ein neues
Zuhause gibt. 1997 hatte sie das Hilfsprojekt gegründet, seit kurzem
verfügt der Verein über ein eigenes Haus mit 24 Wohnungen in München.
In dem 3,5 Millionen Euro teuren Bau können obdachlose Kinder mit
ihren Müttern neuen Lebensmut tanken. Die Kosten für die pädagogische
Betreuung übernimmt Speidel: "Meine Mitarbeiter sind 365 Tage im Jahr
aktiv. Diesen Luxus kann sich eine Stadt gar nicht leisten", betont
die lebhafte Sozialmanagerin.
Für die Zukunft hat Speidel mehrere Pläne. Zum einen will sie sich
weiterhin für ihren Verein "Horizont" einsetzen und Spenden sammeln.
Zum anderen möchte sie mehr als bisher verreisen, vor allem nach
Indien, Birma oder Sri Lanka. Eine Schönheitsoperation, wie es manche
jungen Schauspielerinnen vormachen, lehnt sie kategorisch ab. "Ich
würde mich nie liften lassen", sagt sie gegenüber Reader's Digest.
Ihre Begründung: "Warum soll ich mir meine Falten wegoperieren
lassen? Die habe ich mir doch 30 Jahre lang mühsam angelacht."
Für weitere Informationen zu diesem Reader's Digest-Thema stehen
wir Ihnen gerne zur Verfügung. Die Januar-Ausgabe von Reader's Digest
ist ab dem 20. Dezember 2004 an zentralen Kiosken erhältlich.
Pressemitteilung und vollständiger Artikel aus der Januar-Ausgabe
zum Download: http://www.readersdigest.de. Auf Service für
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OTS0072 2004-12-17/10:00
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