- 17.12.2004, 09:29:13
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Erste europaweite ISO Zertifizierung für Rettungsleitstelle des Roten Kreuzes
Wien,Eisenstadt (Rotes Kreuz) - Das Österreichische Rote Kreuz,
Landesverband Burgenland hat allen Grund stolz zu sein. Die
Burgenländer sind europaweit die erste bundeslandweite
Notrufleitstelle, die ein Zertifizierungsprojekt nach ISO 9001:2000
erfolgreich durchgeführt hat. Rettungsleitstellen sind von großer
Bedeutung für die Abwicklung eines qualitativ hochwertigen
Rettungsdienstes. Als Organisations-, Kommunikations-, Entscheidungs-
und Kontrollzentrum für den operativen Bereich sind sie wichtigster
Bestandteil des Systems.
Von den Rettungsleitstellen Nord (Eisenstadt) und Süd (Oberwart) des
burgenländischen Roten Kreuzes werden jährlich rund 64.000 Einsätze
disponiert.
Zur Leitstelle Nord gehören die Bezirke Eisenstadt, Mattersburg und
Neusiedl am See, zur Leitstelle Süd die Bezirke Oberpullendorf,
Oberwart, Güssing und Jennersdorf. Die Zusammenlegung der
ursprünglich 7 Bezirksleitstellen auf nunmehr zwei Gebietsleitstellen
wurde vor 2 Jahren abgeschlossen. Den beiden Rettungsleitstellen
stehen insgesamt 5 Notarztwägen, 4 Notarzthubschrauber und 55
Rettungs- und Krankentransportwägen zur Verfügung. Im Bedarfsfall
werden natürlich auch Rettungsmittel der benachbarten Bundesländer
Niederösterreich und Steiermark mitverständigt.
Das Maß der Qualität
Rund 1,5 Jahre waren die Leitstellenmitarbeiter des Roten Kreuzes in
Kooperation mit dem Wiener Roten Kreuz am Aufbau eines
Qualitätsmanagement (QM) - Systems aktiv. In monatlichen QM
Besprechungen wurde ein Leitstellenhandbuch und damit verbunden QM
-Dokumente erstellt, Alarmpläne aktualisiert und
Stellenbeschreibungen erarbeitet. Speziell für die Arbeit im
"Nervenzentrum" des Rettungsdienstes wurde ein eigenes
Leitstellenleitbild geschaffen. Mit der Zertifizierung wird diese
hohe Qualität der Tätigkeiten in den Rettungsleitstellen nunmehr auch
"amtlich" bestätigt.
Die Rettungsleitstellen des Roten Kreuzes sind im Burgenland die
einzigen Ansprechpartner in Sachen Gesundheit rund um die Uhr, lautet
das Motto der MitarbeiterInnen. Durch ständige Weiterentwicklung und
Fortbildung und durch rasche Umsetzung von Neuerungen will man
Impulsgeber für weitere Rettungsleitstellen sein.
Das QM System ist daher keine "Kopfgeburt" einiger weniger
Theoretiker sondern wurde aus dem Alltag mit den im Alltag tätigen
MitarbeiterInnen unter Anleitung von QM Fachleuten erstellt.
Hauptverantwortlich für das gute Gelingen sind neben den beiden
Leitstellenleitern Andreas Zeintl und Hans Dieter Wolfbeiss vor allem
auch der techn. Referent des LV Bgld. DI Walter Adorjan, RKT Ref.
Thomas Wallner und der Leiter der Stabsstelle Qualitätsmanagement des
Wiener Roten Kreuzes Christoph Redelsteiner, Dipl. Sozialarbeiter und
Master of Science in Emergency Health Services. Im Rahmen dieses
Projektes wurde erstmals auch eine Kundenzufriedenheitserhebung unter
den institutionellen Berufern (Krankenhäuser, Ärzte, Altenwohnheime,
Rettungsdienstmitarbeitern ...) der Rettungsleitstelle durchgeführt.
Bei einem Rücklauf der Fragebogen in einer Größenordnung von 80 %
kann von einem repräsentativen Ergebnis ausgegangen werden. Das
Ergebnis, das übrigens sehr gut ausgefallen ist, wird auch Teil einer
Masterthese des QM Managers der Leitstellen Hans-Peter Polzer,
Rettungsdienstmanagementstudent der Donau Universität Krems, sein.
OTS0046 2004-12-17/09:29
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