- 17.12.2004, 09:03:46
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Noch ein Österreicher bei "Bianca": Premiere für Osttiroler Michael Rotschopf als böser Halbbruder
Erster Auftritt am Montag, 20. Dezember
Wien (OTS) - Das Austrotrio ist komplett! Nach der Kärntnerin Eva
Klemt (seit Folge drei) und der Wienerin Elisabeth Sutterlütty (seit
Folge 22) heißt es am Montag, dem 20. Dezember 2004, um 14.50 Uhr in
ORF 2 in Episode 37 der ORF/ZDF-Telenovela "Bianca - Wege zum Glück"
Vorhang auf für Österreicher Nummer drei. Der gebürtige Lienzer
Michael Rothschopf sorgt ab sofort als Olivers intriganter Halbbruder
Pascal für gehörige Turbulenzen im Hause Wellinghoff.
Rotschopf, Jahrgang 1969, studierte am Wiener Max-Reinhardt-Seminar
und war unter anderem unter Claus Peymann fünf Jahre lang am
Burgtheater engagiert. Eine besondere Bühnenerfahrung machte der
Osttiroler mit Peter Steins Marathon-Inszenierung des "Faust" und
erhielt später den renommierten Nachwuchspreis der
O.-E.-Hasse-Stiftung der Berliner Akademie der Künste. Filmeinsätzen
u. a. bei "Kommissar Rex", "Soko Kitzbühel" und seiner ersten
Hauptrolle im TV-Drama "Der tote Bruder" des Grimme-Preisträgers
Stefan Krohmer folgte die Berufung zur ersten deutschsprachigen
Telenovela. "Ich bin immer offen für alles. Theater, Fernsehen,
anspruchsvoller Film, Hörbücher und jetzt eine Telenovela. Dass ich
all das durcheinander mache, wird sicher manche Leute irritieren."
Aber das ist dem hoch gewachsenen schlanken Schauspieler mit den
großen braunen Augen egal. "Ich befürchte keinen Imageschaden,
Irritationen machen mir sogar Spaß. Ich fand, ich kann hier eine
schauspielerische Aufgabe erfüllen, die eine richtige Herausforderung
ist. Und: Ich will was Neues erleben!"
Der gute Böse
Mit dem Format Telenovela konnte Michael Rotschopf noch vor einiger
Zeit überhaupt nichts anfangen. Als er zu Probeaufnahmen eingeladen
wurde, setzte er sich erstmals damit auseinander und fand einen
Zugang. "Eine Telenovela arbeitet mit Archetypen und Stoffen, die
alte Prinzipien beinhalten: Hass, Liebe, Macht, Schwäche, Gewinner,
Verlierer." Seine Rolle ist die des durchtriebenen Halbbruders, doch
auch der hat mehr Facetten, wie Rotschopf weiß: "Ich bin zwar der
Intrigante und Böse, aber auf der anderen Seite auch emotional und
verletzlich. Solche Menschen haben meist den IQ und die Sensibilität,
zu erspüren, was im anderen vorgeht." Eines ist ihm bei dieser Arbeit
besonders wichtig: "Ich will die Figur so vielschichtig anlegen wie
nur möglich."
Von "Faust" bis "Bianca": Der "Marathon-Mann" in vollem Einsatz
Seit Ende September steht der in Berlin lebende Schauspieler ("Weil
ich die Stadt so mag") für "Bianca" vor der Kamera, mehrere harte und
arbeitsintensive Monate hat der Sohn eines Osttiroler Hoteliers
jedoch erst noch vor sich. Außerdem ist Michael Rotschopf harte
Arbeit gewöhnt. "Nach Peter Steins 'Faust'-Inszenierung, die 21
Stunden dauerte und in Wien, Berlin und Hannover gegeben wurde, weiß
ich, was es heißt, an etwas bis zum Schluss dranzubleiben. Und es hat
großen Spaß gemacht." Die Freude am Beruf ist Rotschopfs Kraftquelle.
"Daraus beziehe ich meine Power. Je länger etwas andauert, umso mehr
kann ich reinpowern. Ich bin trainiert auf Marathon, mein
Durchhaltevermögen ist sehr groß."
Mehr Informationen zu den einzelnen Folgen von "Bianca - Wege zum
Glück" sind unter http://presse.ORF.at abrufbar.
OTS0032 2004-12-17/09:03
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