- 14.12.2004, 13:29:54
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Wirtschaftsverband: Forschungsförderung in Niederösterreich unzureichend
Förderungen werden nur ungenügend ausgeschöpft
St. Pölten (SPI) - Unter dem Titel, Innovationsschub für die
Wirtschaft gab die Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) einen
ersten Leistungsbericht seit ihrer Amtsübernahme vom
Forschungsförderungsfonds am 01. 09. 2004 ab. Der Bericht, der im
Prinzip durchaus erfreulich gewertet werden kann, enthält allerdings
für Niederöster-reich eine bittere Pille. Es wird festgehalten, dass
mehr als drei Viertel der Förderungen, nämlich 77,7% an nur vier
Bundesländer gehen und zwar an die Steiermark (25,3%), Wien (22,2%)
Oberösterreich (17,5%) und Kärnten mit 12,7%). Das heißt also, dass
sich 5 Bundesländer die Restsumme von 22,3% teilen. "Da stellt sich
für mich die Frage, wo ist hier unser Heimatbundesland
Niederösterreich geblieben. Brauchen wir keine Forschungsförderung
oder haben die Verantwortlichen es schlicht und einfach versäumt, bei
den Kolleginnen und Kollegen auf diese Förderungsmöglichkeit
ausreichend hinzuweisen, denn dass in unserem Land weniger Forschung
betrieben wird als im Rest von Österreich glaube ich nicht" schloss
der Präsident des Wirtschaftsverbandes Günter Kiermaier.
"Als Vizepräsident der Wirtschaftskammer NÖ freut es mich zwar, dass
82% der ge-förderten Anträge auf Klein- und Mittelbetriebe mit
weniger als 250 Beschäftigten fiel. Diese Ziffer ist für mich darum
so interessant, weil sie im Großen und Ganzen mit jenem Anteil, den
die KMUs in der österreichischen Wirtschaft insgesamt haben kon-form
geht" bemerkt Kiermaier. Diese Tatsache könne allerdings nicht über
den Nachholbedarf Niederösterreichs hinwegtäuschen.
In diesem Bericht wird mit berechtigtem Stolz darauf hingewiesen,
dass eine Viertel-milliarde Euro an Forschungsförderung an
österreichische Betriebe geflossen sind. Das ist eine Steigerung zum
Vorjahr um vier Prozent. "Dies ist nicht nur eine wichtige
finanzielle Unterstützung der Österreichischen Forschung, sondern hat
auch einen wichtigen Signalcharakter, was die Wichtigkeit der
Forschung in der wirtschaftlichen Entwicklung betrifft" stellte
Kiermaier fest. Warum Niederösterreich drastisch unter-repräsentiert
sei, müsse allerdings geklärt werden, so Kiermaier abschließend.
(Schluss) sm
Rückfragehinweis: Wirtschaftsverband Niederösterreich
02742 - 22 55 400
OTS0136 2004-12-14/13:29
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