• 09.12.2004, 11:09:17
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mobilkom austria: Das Handy wird zur mobilen Notrufsäule und ersetzt zunehmend die Armbanduhr

Wien (OTS) - Für drei von vier ÖsterreicherInnen ist das Handy ihr
persönlicher Time-Manager - jeder Zweite nimmt das Handy bei
Freizeitaktivitäten mit, um im Notfall Hilfe zu rufen - Österreich
telefoniert insgesamt mehr denn je: elf Handygespräche pro Wochentag
sind eine Steigerung um 14,4 % gegenüber 2003 - Männer sind deutliche
Viel-Telefonierer - SMS ist nicht mehr nur eine Domäne von
Jugendlichen: jeder vierte Senior über 70 Jahre nutzt schon mobile
Kurzmitteilungen

Neun von zehn ÖsterreicherInnen sehen im Handy ihren ganz
persönlichen "Security Manager" und fühlen sich sicherer, wenn sie
ihr Mobiltelefon bei sich tragen. Im Auftrag von mobilkom austria
untersuchte das Markt- und Meinungsforschungsinstitut FESSEL-Gfk
bereits zum fünften Mal das Verhalten der österreichischen
Handy-User. Dabei wurden im Oktober 2004 repräsentativ 1.000
Handy-User ab 12 Jahren telefonisch befragt. "Wir beobachten, dass
das Handy zunehmend zum 'Schweizermesser' wird. Die ÖsterreicherInnen
setzen es als Sicherheitsgerät ein, mit dem in Ausnahmesituationen
jederzeit Hilfe gerufen werden kann. Außerdem nutzen sie es als
Multifunktions-Tool, das Uhr, Wecker, Kalender und Zeitung ersetzt",
berichtet Dr. Hannes Ametsreiter, Vorstand Marketing, Vertrieb und
Customer Service, mobilkom austria.

77 % aller ÖsterreicherInnen schauen regelmäßig oder gelegentlich
auf die Uhranzeige ihres Handys, 60 % lassen sich von ihrem
Mobiltelelefon in der Früh aus dem Schlaf holen und
42 % verwalten regelmäßig oder zumindest ab und zu ihre Termine am
Handy. 17 % sind mobile Abokunden: sie erhalten maßgeschneiderte
Informationen via Handy - etwa News, Umwelt- oder Wetterdienste - die
sie bestellt haben. Und schon jeder zehnte User ist mit seinem Handy
in die weite Welt des WWW verbunden und setzt auf mobiles Internet.

"Je mehr Funktionen das Handy übernimmt und je stärker es in den
Alltag integriert werden kann, desto positiver ist seine
Wahrnehmung", meint Dr. Rudolf Bretschneider, Geschäftsführer von
Fessel GfK. "Im Vorjahr gaben 38 % der Befragten, die ihr Handy
privat nutzen, an, dass sich ihre Lebensqualität seither positiv
verändert hätte. Innerhalb nur eines Jahres ist diese Zahl auf 45 %
angestiegen. Bei den beruflichen Usern liegt die positive Zustimmung
sogar bei 50 %."

Handy gibt Sicherheit

"Die positive Wahrnehmung des 'Alltagsgerätes Handy' ist zu einem
großen Teil dadurch gegeben, dass es Sicherheit vermittelt", zeigt
sich Rudolf Bretschneider überzeugt. Die in der Studie Befragten
sehen vor allem für zwei Gruppen Sicherheits-Vorteile: 82 % erachten
es als wichtig, dass ältere Menschen ein Handy für Notfallsituationen
bei sich tragen, 67 % finden das Handy besonders für Kinder in
Notsituationen wichtig. Immerhin jeder Zweite (55 %) gibt an, bei
Freizeitaktivitäten das Handy bei sich zu tragen, um in
Ausnahmesituationen mit der Außenwelt verbunden zu sein. Neue
Anwendungen, wie MMS, erhöhen das Sicherheitsgefühl noch einmal: 63 %
meinen, dass es praktisch wäre, von einem Unfallhergang gleich Fotos
machen zu können.

14,4 % mehr Handygespräche - vor allem von Männern

Österreich ist ein Land der Handy-Intensiv-Nutzer. Derzeit
telefonieren rund 5,9 Mio. ÖsterreicherInnen mit dem Handy, das
entspricht einer Penetration von 86 %. Seit dem vergangenen Jahr ist
die Anzahl der geführten Gespräche unter der Woche um 14,4 %
gestiegen. Heute werden pro Arbeitstag elf Telefonate geführt: ein
Handykunde setzt rund fünf aktive Anrufe am Handy ab und nimmt sechs
Telefonate an. "Das höhere Gesprächsvolumen führen wir direkt
proportional auf die sinkenden Gesprächsgebühren zurück", so Hannes
Ametsreiter. "Würden die Tarife aber noch mehr sinken, so
signalisieren uns die Befragten, dennoch nicht mehr zu telefonieren.
Volumensmäßig dürfte der Höhepunkt erreicht sein."

Die mobilkom austria Handy-Studie bestätigt die Ergebnisse des
vergangenen Jahres: Männer telefonieren eindeutig mehr als Frauen.
"Von Montag bis Freitag führen sie durchschnittlich 13,7 Telefonate
pro Tag, das Wochenende verbringen sie mit zehn Gesprächen pro Tag
etwas ruhiger", erklärt Rudolf Bretschneider die Datenlage. Frauen
sind im Vergleich Wenig-Telefonierer: Während der Arbeitswoche
erledigen sie acht Anrufe, am Wochenende mit 7,4 Gesprächen in etwa
gleich viel - dafür telefonieren Frauen länger.

SMS nimmt auch bei Senioren zu

Drei von vier Handy-Usern versenden SMS, mobile Kurzmitteilungen.
Nach wie vor gilt SMS als das Medium der Jugend; 97 % aller bis
24-Jährigen sind begeisterte "SMSer". Aber die Senioren holen auf:
Jeder und jede zweite (52 %) im Alter zwischen 55 und 69 Jahren
schickt Mitteilungen via Handy. Bei den über 70-Jährigen ist es
immerhin noch jeder vierte
(23 %).

Und was teilt sich Österreich per mobiler Kurzmitteilung mit? Ein
Drittel der Inhalte betreffen sehr Persönliches: Liebesbotschaften,
Anerkennungen und Aufmunterungen. Ein Viertel aller SMS wird
eingesetzt, um Termine und Treffpunkte exakt zu vereinbaren. Und in
jeder fünften Kurzmitteilung liest der Empfänger, was der Absender
gerade macht. "Der Boom des Short Message Services liegt in seiner
Vielfältigkeit: Kurze berufliche Abstimmungen sind ebenso möglich wie
das Bauen einer Gedankenbrücke zu einem lieben Menschen. SMS ist die
Möglichkeit 'Ich denke an Dich' schnell und unkompliziert sichtbar zu
machen", so Hannes Ametsreiter.

OTS0100    2004-12-09/11:09

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