- 09.12.2004, 09:59:44
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Donau-Universität Krems untersucht Städtepartnerschaften
Award für beste Partnerschaftsprojekte in Vorbereitung
Krems (OTS) - Krems - Städtepartnerschaften und deren Auswirkungen
auf das öffentliche Leben standen im Mittelpunkt eines Symposions in
Krems, das den Auftakt für ein wissenschaftliches Projekt der
Donau-Universtität bildete. Die Initiative dazu kam von Bürgermeister
Franz Hölzl.
"Städtepartnerschaften sollten mehr als nur der Austausch von
politischen Höflichkeiten sein", stellte Bürgermeister Franz Hölzl in
seiner Eröffnungsrede fest. Wie diese Partnerschaften in Zukunft
gestaltet werden und was sie leisten können - dieser Frage gingen die
Diskutanten in mehreren Arbeitskreisen nach. Einig war man sich
darin, dass Städtepartnerschaften Toleranz und Verständnis fördern,
dass sie einen Mehrwert für die Stadt und deren Bürger bringen sollen
und von der Bevölkerung getragen werden müssen. In den Bereichen
Kultur und Freizeit funktionieren partnerschaftliche Beziehungen am
besten, aus wirtschaftlichen Gründen werden selten kommunale
Partnerschaften begründet. Die Donau-Universtität wird im Auftrag der
Stadt Krems die Ziele, Aktivitäten, Initiativen und
Zukunftsperspektiven bestehender Städtepartnerschaften analysieren
und im nächsten Jahr einen Award für besten europäische Städte- und
Gemeindepartnerschaftsprojekte verleihen. "Mit dieser europaweit
einzigartigen Auszeichnung wollen wir das Zusammenwachsen
grenzüberschreitender Regionen, das Entstehen einer europäischen
Indentität und die Erhaltung kultureller Vielfalt fördern", sagt der
Leiter der Plattform für Internationale Beziehungen an der
Donau-Universität, Dkfm. Heinz Pechek, der das Projekt leitet.
Nachdenken über neue Inhalte
In Österreich werden rund 700 kommunale Partnerschaften gepflegt.
In der Nachkriegszeit waren sie ein friedensstiftendes Instrument,
heute müssen die Inhalte weiterentwickelt werden, so Hölzl. "Über die
Grenzen hinweg haben sich Menschen die Hände gereicht, die vorher
Gegner waren. Jetzt müssen wir darüber nachdenken, wie es in Zukunft
in einem gemeinsamen Europa der Regionen weitergehen soll."
Eröffnet wurde das Symposion mit Vorträgen der EU-Abgeordneten Dr.
Ursula Stenzel und Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner. Aus den
sechs Kremser Partnerstädten nahmen Albert Zankl, Oberbürgermeister
von Passau (Deutschland), und Olga Sehnalová, Vizebürgermeisterin von
Kremsier (Tschechien) teil. Leitthemen waren "Chancengleichheit,
Generationen, Soziales", "Bildung, Wissenschaft, Mobilität", "Umwelt,
Freizeit, Kultur" und "Wirtschaft"
Nähere Informationen zum Award: [email protected]
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