• 07.12.2004, 12:12:17
  • /
  • OTS0107 OTW0107

Rückkehrberatung in Erstaufnahmestelle West (OÖ) aufgenommen

Wien (OTS) - Bereits 242 Asylwerber und illegal aufhältige Fremde
haben heuer auf das Angebot des "Vereins Menschenrechte Österreich"
zur Freiwilligen Rückkehr zurückgegriffen. Nunmehr konnte der Verein
seine Rückkehrberatung auf die Erstaufnahmestelle West in Thalham
(OÖ) ausweiten.

Seit Anfang Dezember 2004 ist Mag. Elke Aichmayr (31) als
Rückkehrberaterin des "Vereins Menschenrechte Österreich" in der
Erstaufnahmestelle West (EASt West) tätig. Ihre Aufgabe ist es, die
Asylwerber im Rahmen einer Abklärung ihrer Perspektiven in Österreich
über die Möglichkeit der Freiwilligen Rückkehr in das Herkunftsland
zu informieren und jene, die sich für eine Rückkehr entscheiden, bei
den Vorbereitungen zu unterstützen. Finanziell gefördert wird die
Rückkehrberatung in der EASt West vom Europäischen Flüchtlingsfonds
und dem Bundesministerium für Inneres.

Die wichtigsten Herkunftsländer rückkehrwilliger Asylwerber und
illegal aufhältiger Fremder waren bisher

Moldawien
 Serbien-Montenegro inkl. Kosovo
 VR China
 Georgien
 Bulgarien
 Armenien
 Ukraine
 Rumänien

Weiters konnte der Verein Menschenrechte Österreich
Rückkehrverfahren nach Ägypten, Albanien, Algerien, Aserbaidschan,
Gambia, Großbritannien, Indien, Iran, Libanon, Libyen, Litauen,
Mazedonien, Mongolei, Nigeria, Pakistan, Russland, Syrien, Tunesien,
Türkei, Usbekistan und Weißrussland unterstützen. 70 Prozent der
begonnenen Rückkehrverfahren konnten mit einer Heimreise erfolgreich
abgeschlossen werden, so auch das Rückkehrverfahren für die 5köpfige
Familie I. in der Erstaufnahmestelle West in Thalham (OÖ).

Familie I. kehrt aus EASt West in die Mongolei zurück

Familie I. aus der Mongolei kam am 23. August 2004 nach Österreich
und wurde im Asylverfahren in erster Instanz abgelehnt, machte sich
daraufhin auf den Weg nach Deutschland, wurde in Deutschland
aufgegriffen und nach Österreich zurückgeschoben. In der
Erstaufnahmestelle West wurde der Familie, die erneut einen
Asylantrag gestellt hat, eine Ablehnung wegen entschiedener Sache
angekündigt. Konfrontiert mit der Aussichtslosigkeit in der
Europäischen Union Asyl zu erhalten, hat sich die Familie I. für eine
Freiwillige Rückkehr in die Mongolei entschieden. Sie ist bereits
nach Ulan Bator zurückgekehrt.

Geschäftsführer Günter Ecker: "Wir sind froh, abgelehnten
Asylwerbern mit unserem Rückkehrprogramm eine Rückkehr in Würde zu
ermöglichen. Es ist eine unverzichtbare Alternative zu Schubhaft und
Abschiebung, die weiter ausgebaut werden sollte."

OTS0107    2004-12-07/12:12

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel