- 07.12.2004, 10:41:55
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Lapp zur Pisa-Studie: "Gemeinsame Bildung statt Aussonderung"
Wien (SK) "Inklusion als Ziel an Österreichs Schulen ist
einer von mehreren notwendigen und wichtigen Schritten in die
richtige Richtung hin zu einem neuen und modernen Bildungs- und
Schulwesen, wie wir es dringend brauchen", betonte
SPÖ-Behindertensprecherin Christine Lapp am Dienstag gegenüber dem
SPÖ-Pressedienst. "Inklusion" meine das selbstverständliche
Miteinander von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung vor
Ort, also an den Schulen, und bedeute zugleich auch Verschiedenheit
im Gemeinsamen bestehen zu lassen, erklärte Lapp. Um Inklusion zu
erreichen, müsse Integration flächendeckend ausgebaut und bessere
Rahmenbedingungen geschaffen werden. "Dass heißt, dass die
Integration von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung an
Österreichs Schulen verstärkt werden muss, um dem großen Ziel
'Inklusive Bildung' Stück für Stück näher zu kommen", betonte die
SPÖ-Behindertensprecherin.****
Viele Menschen haben im Umgang mit Menschen mit Behinderung
Ängste und Hemmschwellen, ein "Abbau" derselbigen könne daher am
Besten funktionieren, wenn man sie erst gar nicht entstehen lasse.
Ein selbstverständliches Miteinander an den Schulen von Kindesbeinen
an dränge sich daher geradezu als ideale Lösung auf, erläuterte Lapp.
Doch auch über den Pflichtschulbereich hinaus - derzeit ist dies
leider nicht der Fall- sollte es ein Recht auf gemeinsamen Unterricht
von Jugendlichen mit und ohne Behinderung auch nach der 8. Schulstufe
geben, forderte die SPÖ-Behindertensprecherin.
Voraussetzung für eine "Inklusive Bildung" sei es unter
anderem daher auch, das Denken aller am Schulsystem beteiligten
Menschen so zu ändern, dass es zu einem Umdenken komme, denn sensibel
auf Verschiedenartigkeit zu reagieren und Unterschiede als
Bereicherung und nicht als Hemmschuh anzusehen, erfordere persönliche
und pädagogische Stärke, so Lapp. Aus diesem Grund haben diese
wichtigen Punkte und Forderungen auch Eingang gefunden in das
SPÖ-Bildungsprogramm, das am Parteitag beschlossen wurde. Lapp
abschließend: "Bildung ist ein äußerst wichtiges Gut, alle Menschen
gleichberechtigt daran teilhaben zu lassen, ist daher von sehr großem
Nutzen für eine Gesellschaft". (Schluss) ps/mm
OTS0076 2004-12-07/10:41
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