BM Haupt bedauert zutiefst Ableben von Hofrat Prof. Johann Gyimóthy

Wien (BMSG/OTS) - Bundesminister Mag. Herbert Haupt bedauert zutiefst das viel zu frühe Ableben eines der verdientesten Veterinäre Österreichs, Hofrat Prof. Dr. DDr. h.c. ECVPH Johann Gyimóthy. "Ich habe mit ihm nicht nur einen hochrangigen Experten, sondern auch einen wirklichen Freund verloren", so Haupt. ****

Johann Gyimóthy wurde am 12. April 1936 als Sohn von Johann Gyimóthy und seiner Gattin Hildegard (geb. Naderhirn) in Wien geboren. Von 1942 bis 1947 besuchte er in Papa in Ungarn die Volksschule. Anschließend absolvierte er das Reformierte Gymnasium in Papa und maturierte in dieser Anstalt im Jahre 1955 mit Erfolg. Im selben Jahr wurde er dann an der Agrarwissenschaftlichen Universität in Budapest aufgenommen. Nach der Oktober-Revolution verließ er aus politischen Gründen Ungarn. 1957 begann er mit dem Studium an der Veterinärmedizinischen Universität in Wien als Werkstudent.

Im Jahr 1964 heiratete er Frau Ilse Maria Spitzer, die ihm im Jahre 1978 die Tochter Ilse Maria gebar. Am 5. Oktober 1971 schloss er das Studium als Diplom-Tierarzt ab und trat am 2. November 1971 eine Stelle als Assistenzarzt am Institut für Tierernährung, Milchhygiene und Lebensmittelkunde der Veterinärmedizinischen Universität an. Am 23. Juni 1972 promovierte er zum Dr. med. vet.

Am 9. Mai 1974 legte er die Physikatsprüfung mit Erfolg ab. Am 1. August 1974 wurde Dr. Gyimóthy an der Lebensmitteluntersuchungsanstalt der Stadt Wien als Amtstierarzt aufgenommen und bekleidete die Stelle eines Abteilungsleiters. Der Schwerpunkt seiner Arbeit lag auf dem Gebiet der Gutachtenerstellung, des Umweltschutzes und der Forschung.

Am 31. August 1988 beendete Dr. Gyimóthy sein Dienstverhältnis an der Lebensmitteluntersuchungsanstalt der Stadt Wien, da er dort mit 1. September 1988 zum Direktor der Bundesanstalt für Lebensmitteluntersuchung und -forschung in Wien ernannt wurde und in dieser Funktion bis 30. Dezember 2001 tätig war.

Am 1. Dezember 1988 wurde ihm vom Herrn Bundespräsidenten der Titel "Hofrat" verliehen. Im Jahre 1990 wurde HR Dr. Gyimothy für die Funktionsperiode 1990-1993 zum Mitglied des ständigen Ausschusses der weltweiten Codex Alimentarius Commission ernannt.

Die Verleihung des Silbernen Ehrenzeichens für die Verdienste um die Republik Österreich erfolgte im Jahre 1991 und die Verleihung des Mittelkreuzes des Verdienstordens der Republik Ungarn erfolgt im Jahre 1997. Den Titel Univ. Prof. der Agrarwissenschaftlichen Universität in Mosonmagyaróvár (Ungarn) erhielt er im Jahre 1993.

Der Berufstitel "Veterinärrat" wurde HR Dr. Gyimóthy am 24. Juni 1998 verliehen. Am 3. Dezember 1990 wurde Herrn HR Prof. VR Dr. DDr. h.c. Johann Gyimóthy das Ehrendoktorat der Universität Budapest verliehen. Seit 1972 betrieb er eine tierärztliche Kleintierpraxis in 1050 Wien, Reinprechtsdorferstr. 40. Trotz seiner starken beruflichen Belastungen war HR Prof. VR Dr. DDr. h. c. Johann Gyimóthy seit 1994 auch standespolitisch tätig und wurde am 13. Dezember 1994 zum 2. Vizepräsidenten der Landeskammer der Tierärzte Wiens gewählt. Am 22. März 1995 wurde er als Delegierter der Landeskammer der Tierärzte Wiens für die Bundeskammer-Hauptversammlung gewählt. Von 1994 bis 2003 war er Präsident der Landeskammer der Tierärzte Wiens.

HR Univ. Prof. VR Dr. DDr. h. c. Johann GYIMÓTHY wurde aus einem bis zum Schluss hoch aktiven Leben gerissen. Als Konsulent der Gesundheitsministerin war er ruhelos tätig und hat an der Gestaltung des Lebensmittel- und Veterinärrechtes mehrerer Länder Osteuropas in Vorbereitung auf den EU-Beitritt mitgearbeitet. Im Oktober 2003 wurde ihm das Diplom of the European College of Veterinary Public Health verliehen. Im März des Vorjahres bekam er für seine besonderen Verdienste um die Republik Österreich das große silberne Ehrenzeichen.

Sein Lebenslauf ist lang, seine einzigartigen Leistungen wurden seitens des offiziellen Österreich und der Republik Österreich mehrfach gewürdigt, der menschliche Verlust ist aber noch viel größer. "Seine trauernde Familie verliert mit ihm einen treuen, vor allem fürsorglichen, lieben Vater und Ehemann. Wir alle teilen mit seiner Ehefrau und seiner Tochter den großen Schmerz und den Verlust. Vor allem im Veterinärbereich hat er meinem damaligen Ministerium viele gute Ratschläge geben können. Wir verlieren mit Johann Gyimóthy nicht nur einen allseits geschätzten Experten, wir verlieren mit ihm vor allem einen großen Menschen und wirklichen Freund. Wir verlieren aber auch einen großen 'Botschafter' unseres Nachbarlandes Ungarn. Obwohl er flüchten musste, galt seine große Liebe seinem Heimatland Ungarn und dessen Entwicklung. Das vielfältige Engagement, die hohe fachliche Kompetenz, aber auch seine große menschliche Fähigkeit wird uns allen ein Vorbild sein", so Minister Haupt abschließend (Schluss) bxf

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