- 06.12.2004, 10:38:39
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Starker Auftritt österreichischer Firmen in Bayern
12% der österreichischen Deutschlandexporte gehen nach Bayern - bereits über 300 Austro-Niederlassungen im Freistaat
Wien (PWK904) - Der österreichische Handelsdelegierte in München,
Michael Love, präsentierte dieser Tage die Ergebnisse einer gemeinsam
mit der Ansiedlungsagentur "Invest in Bavaria" durchgeführten Umfrage
unter 330 österreichischen Niederlassungen in Bayern Themen der
Umfrage: Warum eine Niederlassung in Bayern? Kritikpunkte an
Wirtschaftsbedingungen in Bayern und Verbesserungsvorschläge.
Zur Präsentation der Studie im bayerischen Wirtschaftsministerium in
Anwesenheit von Staatssekretär Hans Spitzner und dem österreichischen
Generalkonsul in München, Christian Lassmann, kamen siebzig
Niederlassungsleiter österreichischer Firmen. Unter anderem wurden
Vertreter von Bene, Geiger, Hypo Alpe-Adria, Oberbank, OMV, Porr,
Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, Red Bull, Resch & Frisch und der
Salzburg München Bank gesehen.
"Die Zahl der österreichischen Ansiedlungen in Bayern ist in den
letzten Jahren stark gestiegen", sagt Walter Koren, Leiter der
Außenwirtschaft Österreich (AWO) der WKÖ. 38% der vertretenen
Unternehmen haben sich in den vergangenen fünf Jahren angesiedelt.
Handelsdelegierter Love ergänzt: "Heuer konnten wir bereits 25 Firmen
bei geplanten Investitionen in Bayern beraten. Wesentliche Gründe für
den Schritt nach Bayern sind der attraktive Markt mit hoher Kaufkraft
sowie die räumliche Nähe zu Österreich." Insgesamt gehen rund zwölf
Prozent der österreichischen Deutschlandexporte nach Bayern. Die
österreichischen Niederlassungen in Bayern sind zu 46% im Handel und
Vertrieb, zu 32% im Dienstleistungsbereich, zu 12% in der Produktion
und zu 10% in Forschung und Entwicklung tätig. Gemäß der Umfrage
wollen 98% der Unternehmen Ihre Präsenz in Bayern weiter verstärken
bzw. konstant halten.
Die Unternehmensvertreter forderten in der anschließenden
Diskussionsrunde mit Staatssekretär Spitzner eine Verbesserung der
Standortbedingungen. Die Wirtschaftsvertreter sehen Handlungsbedarf
insbesondere bei Steuern, Abgaben und Förderungen sowie beim
Bürokratieabbau. Staatssekretär Spitzner anerkannte im besonderen die
erfolgreiche Tätigkeit österreichischer Banken im Freistaat, welche
der Konkurrenz bei der Betreuung von Klein- und Mittelbetrieben in
punkto Flexibilität zur Zeit einen Schritt voraus sind. Insgesamt
wurde dem Wirtschaftsstandort Bayern von den österreichischen
Unternehmen ein vorzügliches Zeugnis ausgestellt. Love: "Gerade für
KMU ist Bayern ein idealer Einstiegsmarkt um erste Erfahrungen im
Export zu sammeln. Daher legen wir auch einen unserer Schwerpunkte im
kommenden Jahr in Veranstaltungen zur Suche von bayrischen
Handelsvertretern für österreichische KMU." (BS)
OTS0074 2004-12-06/10:38
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