• 06.12.2004, 09:07:40
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Gefangen, gefoltert, verbrannt: Tobias Moretti im Inquisitionsdrama "Der Wille der Sterne"

Vorgezogene TV-Premiere des Kinofilms am 7. Dezember in ORF 2

Wien (OTS) - Tobias Moretti auf dem Scheiterhaufen: Gefangen,
gefoltert und anschließend verbrannt wird Österreichs Parademime in
seinem jüngsten Historienfilm "Der Wille der Sterne" am Dienstag, dem
7. Dezember 2004, um 22.30 Uhr in ORF 2. Für das als Kinofilm
produzierte Inquisitionsdrama, das der ORF noch vor seinem Kinostart
in Italien ausstrahlt, schlüpfte der Tiroler Charakterdarsteller in
mittelalterliche Roben und gibt den italienischen Astrologen,
Mathematiker, Physiker und Dichter Francesco degli Stabili
(1269-1327), der als Cecco d'Ascoli in die Annalen einging und wegen
Ketzerei auf dem Scheiterhaufen landete. Zum Verhängnis wurde ihm
sein Glaube an die Astrologie und seine Attacken auf die "Göttliche
Komödie" des großen Dichters Dante Alighieri, in der die Astrologie
angefeindet wird. Weil er es wagte, das Horoskop von Jesus Christus
zu erstellen und eine Affäre mit einer Nonne hatte, geriet d'Ascoli
in die tödlichen Fänge der Inquisition.

Austro-Shooting-Star Robert Stadlober wird zum Verräter

An der Seite von Tobias Moretti, der derzeit für die ORF-Koproduktion
"Der Liebeswunsch" vor der Kamera steht, spielt ein weiterer
erfolgreicher Österreicher: der mittlerweile 22-jährige Shooting Star
Robert Stadlober, der derzeit mit der Tragikomödie "Sommersturm" in
den Kinos zu sehen ist, verkörpert Ceccos jungen Freund Paolo. Aus
Furcht vor der Folter durch die Inquisition wird Paolo zwar zum
Verräter an Cecco, doch letztendlich fasst er Mut und rettet dessen
Vermächtnis für die Nachwelt. Eine weitere TV-Premiere mit Robert
Stadlober - den Mitterer-"Tatort - Teufel vom Berg" - zeigt der ORF
am 19. Dezember. In weiteren wichtigen Rollen spielen in "Der Wille
der Sterne" hochkarätige italienische Schauspieler, unter anderem
Ennio Fantastichini, Toni Bertorelli, Gianni Musi, Nicole Grimaudo
und Joe Capalbo. Für Drehbuch und Regie zeichnet der Italiener Piero
Maria Benfatti verantwortlich, der damit auch sein Regiedebüt gibt.

"Der einzige Weg, wie man ihn beseitigen konnte"

An seinem Filmerstling gefiel Regisseur Benfatti vor allem die
Auseinandersetzung mit einer besonderen historischen Persönlichkeit:
"Cecco hat den Mut, zu seinen eigenen Ideen zu stehen, eisern zu sich
selbst zu sein. Er betrügt sich nicht selber. Das ist etwas, was
nicht vielen gelingt. Alle andere Figuren gehen wegen Geld oder Macht
Kompromisse ein." Doch dieser Mut kostete den Universalgelehrten das
Leben. Hauptdarsteller Tobias Moretti: "Cecco war Arzt, Cecco war
Astrologe, Cecco war Mathematiker und Cecco war Berater des Duce von
Florenz, der der Prinz von Neapel war und natürlich eine wichtige
Machtposition hatte. Weil man ihm deshalb politisch nicht in
irgendeiner Form habhaft werden konnte, hat man es mit dem Glauben
gemacht. Das war der einzige Weg, wie man ihn beseitigen konnte."

Mehr zum Inhalt des Films:

Der aufgeschlossene Naturwissenschafter, Arzt und Astrologe Francesco
degli Stabili, genannt Cecco d'Ascoli, wird zum Berater des Herzogs
von Florenz ernannt. Eine Entscheidung, die bei den bisherigen
Günstlingen des Hofes Neid und Hass hervorruft. Da man dem begnadeten
Wissenschafter aber auf seinen Fachgebieten kaum Paroli bieten kann,
werden - unter Mitwirkung eifriger Inquisitionswächter und ihrer
willigen Vollstrecker - die mögliche Blasphemie seiner Lehren und
private Vergehen zur Diskreditierung und Verurteilung Ceccos bemüht.
Eine frühere Begegnung mit der Inquisition wird ihm dabei ebenso zum
Verhängnis wie eine Liebesverbindung mit einer jungen Nonne. Das Kind
dieser Liebe ist früh verstorben, und Lucia, die unglückliche Mutter,
wurde lebenslang hinter Klostermauern verbannt. Die letzten Tage im
Kerker wird Cecco damit verbringen, seine wissenschaftlichen
Erkenntnisse ebenso wie seine Erinnerungen an die Geliebte
niederzuschreiben. Paolo, sein Zellengenosse - der aus Furcht vor der
Folter zum Verräter an Cecco wird - fasst am Ende Mut und rettet
dessen Vermächtnis für die Nachwelt. Selbst der Herzog vermag die
mörderische Maschinerie der Inquisition nicht mehr aufzuhalten. Ein
Mal noch wird Cecco Gelegenheit gegeben, vor dem Inquisitionsgericht
seine Lehren zu widerrufen und damit sein Leben vor dem
Scheiterhaufen zu retten: Cecco aber setzt einen Akt der
Furchtlosigkeit und geht aufrecht in den Tod.

"Der Wille der Sterne" ist eine italienisch-österreichische
Koproduktion von International Forum, epo-film Wien und ORF,
hergestellt von International Forum, unterstützt durch die
italienische Filmförderung.

OTS0024    2004-12-06/09:07

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