- 03.12.2004, 13:38:03
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Plassnik: "Südtirol bleibt für Österreich ein Herzensanliegen!"
Außenministerin empfing Landeshauptmann und Obmann der Südtiroler Volkspartei
Wien (OTS) - Außenministerin Ursula Plassnik traf heute in Wien
mit dem Landeshauptmann von Südtirol Luis Durnwalder sowie dem Obmann
der Südtiroler Volkspartei Elmar Pichler-Rolle und einer
SVP-Delegation zu einem Arbeitsgespräch zusammen. Beim
alpenüberquerenden Transitverkehr stand der Plan der Europäischen
Kommission, den Brenner-Basistunnel in höherem Maß als vorgesehen
mitfinanzieren zu wollen im Mittelpunkt der Erörterungen. Darüber
hinaus kamen die Beziehungen zwischen Österreich und Südtirol, vor
allem die österreichische Schutzfunktion, die Auswirkungen der
italienischen Verfassungsreform auf Südtirol und die
grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Gebietskörperschaften zur
Sprache.
"Der Plan der Kommission, zur Finanzierung des
Brenner-Basistunnels in höherem Maß als ursprünglich vorgesehen
beizutragen, ist sehr positiv", so Bundesministerin Plassnik. Dieses
auch für die EU vorrangige Infrastrukturprojekt sei ein gemeinsames
Anliegen von Österreich und Südtirol und stelle einen wichtigen
Baustein einer nachhaltigen und zukunftsgerichteten Verkehrspolitik
dar.
"Jedes Zusammentreffen mit der politischen Führung der Südtiroler
stärkt das gegenseitige Vertrauen zwischen Südtirol und Österreich
und macht die österreichische Schutzfunktion nach außen sichtbar",
betonte Plassnik und versicherte, dass sie als Außenministerin
Österreichs die traditionelle österreichische Südtirolpolitik mit
vollem Engagement weiterführen werde: "Südtirol bleibt uns ein
Herzensanliegen."
"Im Hinblick auf die Schutzfunktion von Österreich für Südtirol
geht es uns insbesondere darum, die Entwicklung der Autonomie auch
weiterhin sicherzustellen und jegliche Beeinträchtigung zu
verhindern", meinte die Außenministerin und unterstrich, wie wichtig
die Einigkeit der politischen Kräfte in Österreich und Südtirol in
der Frage der Südtirol-Autonomie sei.
Die Reform der italienischen Verfassung werde laut Plassnik von
Österreich aufmerksam verfolgt. "Ich bin sehr froh, dass es gelungen
ist, die in diesem Zusammenhang auftretenden Gefahren für die
Südtirol-Autonomie abzuwenden. Neben den Parlamentariern der
Südtiroler Volkspartei hat auch Österreich einen nicht unwesentlichen
Anteil an diesem Erfolg", betonte die Außenministerin.
Für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den
Gebietskörperschaften brachte Plassnik ihre volle Unterstützung zum
Ausdruck. "Ich wünsche mir, dass die Kooperation ausgeweitet und
vertieft wird, ganz besonders die Zusammenarbeit zwischen Tirol mit
Südtirol und Trentino im Rahmen der EUREGIO", betonte die
Außenministerin.
OTS0235 2004-12-03/13:38
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