PISA-Studie: Rosenkranz kritisiert bilingualen Unterricht

Zahl von Schülern mit nichtdeutscher Muttersprache steigt immer mehr

Wien, 2004-12-02 (fpd) - FPÖ-Familiensprecherin Barbara Rosenkranz sieht zwei der Hauptursachen für die Ergebnisse der PISA-Studie in der großen Anzahl von Schülern mit nichtdeutscher Muttersprache und im bilingualen Unterricht. ****

Die Zahl von Schülern mit nichtdeutscher Muttersprache steige immer mehr, sagte Rosenkranz. Allein in Wien betrage deren Anteil in den Volksschulen beinahe vierzig Prozent, die Tendenz sei steigend. Hier müßten besondere Schwerpunkte gesetzt werden, um diesen Kindern die Beherrschung der deutschen Sprache beizubringen und deren Integration zu fördern, anstatt sie in falsch verstandener Toleranz zu ermutigen, auch im Unterricht ihre Muttersprache zu verwenden.

Besondere Kritik übte Rosenkranz am bilingualen Unterricht. Gerade im Volksschulalter, wenn die Beherrschung der eigenen Sprache noch nicht ausreichend gefestigt sei, erweise sich zweisprachiger Unterricht als kontraproduktiv. Dies führe nur dazu, daß das Kind weder die eigene Sprache noch die Fremdsprache ausreichend beherrsche. "Was ist wohl besser: Auf fünf verschiedenen Instrumenten ‚Hänschen klein' spielen zu können oder auf dem Klavier eine Beethoven-Sonate?", fragte Rosenkranz. Selbstverständlich sei die Beherrschung einer oder mehrerer Fremdsprachen sehr wichtig, dies könne aber nur auf der Beherrschung der eigenen Sprache aufbauen. (Schluß)

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