- 02.12.2004, 10:58:43
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Rieder: 11,5 Mio. Euro für Werbung um Gäste aus aller Welt
Rieder und Seitlinger präsentieren Wien Tourismus-Marketingkonzept 2005
Wien (OTS) - "In der Liste der Top-Ten der europäischen
Tourismusstädte liegt Wien mit der Region Greater Vienna bereits auf
dem 7. Platz. In den Jahren 2002 und 2003 ist es gelungen, die Anzahl
der Gästenächtigungen insgesamt um 700.000 zu erhöhen. Auch 2004 wird
ein neuerliches Rekordergebnis mit rund 8,4 Millionen
Gästenächtigungen bringen. Die Marschrichtung stimmt, um das
anspruchvolle Ziel von 10 Millionen Nächtigungen im Jahr 2010 - wie
im Wiener Tourismuskonzept vorgesehen - zu erreichen. Um diesen
Aufwärtstrend weiterhin zu sichern, setzen wir im Jahr 2005 ein
Marketingbudget von insgesamt 11,5 Millionen Euro ein. Das sind um
400.000 Euro mehr als im Jahr 2004", erklärte Finanz- und
Wirtschaftsstadtrat Vizebürgermeister Dr. Sepp Rieder bei der
Präsentation des Wien Tourismus-Marketingkonzeptes 2005 am
Donnerstag. Rieder stellte das Konzept gemeinsam mit
Tourismusdirektor Mag. Karl Seitlinger vor.****
Stammmärkte sichern - Hoffnungsmärkte ausbauen
Nach dem extrem starken Wachstum der beiden letzten Jahre ist es
im Jahr 2005 unser Ziel, dieses hohe Niveau zu festigen und um etwa 1
bis 2 Prozent weiter zu steigern. Im Mozartjahr 2006 rechnen wir dann
mit einer weiteren Steigerung von 3 bis 4 Prozent. Dazu wollen wir
das Potenzial in den traditionellen Märkten, wie Deutschland,
Großbritannien, Italien, USA Japan, Spanien, Frankreich, Schweiz und
Österreich noch weiter ausschöpfen und in den Hoffnungsmärkten
(Zentral- und Osteuropa, Arabische Länder in Asien und China)
deutliche Zuwächse erzielen", so Rieder weiter.
"Von dem 11,5 Millionen Euro schweren Marketingbudget im Jahr
2005 werden rund 8,3 Millionen Euro zur Bearbeitung der klassischen
Märkte eingesetzt. Dazu gehören die sogenannten A-Märkte, das sind
Deutschland, USA, Großbritannien, Italien, Österreich, Spanien, Japan
und Frankreich sowie die B-Märkte mit den Ländern Schweiz, Russland
Australien, Benelux, die Arabischen Länder in Asien, Skandinavien,
China, Griechenland, Ungarn, Polen und Tschechien. Je nach Land in
den A-Märkten werden zwischen 200.000 und 800.000 Euro in die Werbung
gepumpt. Für die Länder der B-Märkte stehen jeweils zwischen 60.000
und 210.000 Euro für Marketingmaßnahmen zur Verfügung. Zusätzlich
setzen wir für die Werbung auf den Hoffnungsmärkten 1,8 Millionen
Euro ein und für den Kongresstourismus 1,4 Millionen Euro", so
Tourismusdirektor Karl Seitlinger zu den Details.
Hohes Potenzial: China, Arabische Länder in Asien, Länder in
Ost- und Mitteleuropa
Zu den Hoffnungsmärkten mit besonders hohem Wachstumspotenzial
zählen laut Seitlinger die arabischen Länder in Asien, China und die
Länder in Zentral- und Osteuropa. Die Gäste aus Ungarn, Tschechien,
der Slowakei, Slowenien und Polen haben im Jahr 2003 bereits für rund
246.000 Nächtigungen gesorgt. Experten gehen davon aus, dass bis zum
Jahr 2010 die Nächtigungszahlen von Touristen aus diesen Ländern
zusammen um weitere rund 150.000 Nächtigungen steigen werden. Die
Gäste aus China sorgen derzeit bereits für mehr als 100.000
Nächtigungen pro Jahr. Die Gästenächtigungen aus den Arabischen
Ländern in Asien sind von rund 60.000 im Jahr 2003 auf 72.000 im
Zeitraum Jänner bis September 2004 gestiegen. Langfristig sollen die
Zuwachsraten aus den Hoffnungsländern im Durchschnitt 10 Prozent pro
Jahr betragen.
Kooperationen mit starken Partnern, wie der AUA oder in der
"ARGE Mozart"
Um die Potenziale für den Tourismus optimal auszuschöpfen, setzt
Wien-Tourismus bei seinen Marketing-Aktivitäten auf die
Zusammenarbeit mit starken Partnern. Mit solchen Kooperationen lassen
sich beachtliche Synergie- und Verstärkungseffekte erreichen. So zum
Beispiel mit den Austrian Airlines. 2005 investieren beide Partner
zusammen 1,2 Millionen Euro für gemeinsame Werbeauftritte, wie zum
Beispiel gemeinsame Anzeigenkampagnen in den Ländern Deutschland,
China oder Japan.
Eine starke Allianz wurde auch zur Bewerbung des Mozartjahres
2006 gegründet: Wien Tourismus, Österreich Werbung, die
Tourismusorganisationen des Landes und der Stadt Salzburg und die AUA
haben sich in der "Arbeitsgemeinschaft Mozart" - zusammengeschlossen.
Seit dem Jahr 2004 wird das mehrstufige Marketingprogramm für das
Mozartjahr anlässlich des 250. Geburtstages des Komponisten gemeinsam
realisiert. Die Bewerbung bei den Reiseveranstaltern läuft bereits
auf vollen Touren. Ab Frühjahr 2005 startet die Medienarbeit und ab
Sommer beginnt die Inseratenkampagne. 800.000 Euro trägt Wien
Tourismus zur Finanzierung der Kampagnen bei. Das Land und die Stadt
Salzburg beteiligen sich mit ebenfalls 800.000 Euro. Die Österreich
Werbung steuert 400.000 Euro und die Austrian Airlines 200.000 Euro
bei.
Fortgesetzt wird auch die erfolgreiche Partnerschaft mit den
Städten Amsterdam und Zürich im Rahmen der "Cool Capitals" Kampagne.
Die drei Städte präsentieren sich als besonders coole Reiseziele vor
allem für ein junges Zielpublikum.
Erfolgsfaktor Low Cost Carrier
Der Erfolg Wiens im Städtetourismus ist eng vernüpft mit der
Erreichbarkeit der Stadt auf dem Flugweg. Eine entscheidende Rolle
kommt dabei den Billig-Airlinern wie zum Beispiel der Air Berlin zu.
Der Gesamt-Anteil der Billig-Flieger am Passagieraufkommen des Wiener
Flughafens ist von 7 Prozent im Jahr 2003 auf mittlerweile 12 Prozent
gestiegen. Die Tendenz ist weiterhin steigend. So bringt "Fly Niki"
seit kurzem 14 Mal pro Woche hunderte Passagiere aus London nach
Wien. Ab Februar 2005 steht auf dem Flugplan dieses Low Cost Carriers
auch die Destination Wien-Paris. Um bis zum Jahr 2010 die 10
Millionen Gästenächtigungen zu erreichen, soll der Anteil der
Billig-Fluglinien auf 20 bis 25 Prozent steigen. Wien Tourismus
verstärkt hier kontinuierlich seine Marketingkooperationen, mit dem
Ziel, jene Lücken in Richtung Wien zu schließen, die die Low Cost
Carrier aus einigen wichtigen Quellmärkten, wie zum Beispiel Italien,
noch offen gelassen haben.
Kunst und Genuss in allen Facetten
Das Motto für das Tourismusjahr 2005 heißt "Kunst und Genuss".
Beim Kunstfaktor wird im Jahr 2005 in Vorbereitung auf das Mozartjahr
Wiens internationale Reputation als Musik-Hauptstadt ins Spiel
gebracht. Musicals wie der Klassiker "Elisabeth" oder die neuen
Produktionen wie Romeo & Julia oder "The Sound of Music" und
zahlreiche Ausstellungen von Rubens und Chagall in der Albertina über
Canaletto (Kunsthistorisches Museum) und Magritte (BA-CA Kunstforum)
bis zu Goya (Kunsthistorisches Museum) sind nur einige der Highlights
im kulturellen Bereich.
Neben dem Schwerpunkt Kunst und Kultur wird der Genussfaktor
Wiens aber noch in vielen anderen Facetten ins Zentrum gerückt. Dabei
geht es um Shopping - von den Hoflieferanten bis zu den neuesten
Flagshipstores (Aktion Shop & Win), über Events vom Silvesterpfad bis
zum Donauinselfest, um Essen & Trinken vom Würstelstand bis zur
Weinbar (Aktion Wien & Wein), um Nightlife mit Discos, Clubs und
Clubbings. Das kaiserliche Wien soll quasi als "imperialer Genuss"
die Tourismusstadt Wien den Gästen schmackhaft machen. Und die
Eishockey WM im Mai macht Wien für Sportfans eine Reise wert.
Wien-Karte: Erfolgreichste Gästekarte Österreichs
Im Servicebereich setzt Wien Tourismus auf Instrumente, wie die
erfolgreiche Gästekarte, die nicht nur 190 Angebote für
Schnäppchenjäger enthält, sondern gleichzeitig als Netzkarte für die
Wiener Linien und zwar als 72 Stunden-Netzkarte oder als 4 Tage
Vorteilsnetzkarte erhältlich ist. Die Wien-Karte wird in mehr als 200
Hotels und über zahlreiche Reisebüros und Reiseveranstalter im In-
und Ausland angeboten. Die Wien Karte ist die erfolgreichste
Gästekarte Österreichs. Heuer werden voraussichtlich 270.000
Exemplare verkauft.
Wien unter den Top-Ten der besten Tourismusstädte Europas
Im europäischen Vergleich hält Wien bei Städtereisenden eine
gute Position. Nach den in der "Weltliga" agierenden Städten London
und Paris sind in der "Premier European League" mit Wien Mitbewerber
von Barcelona bis Prag versammelt: Bei den Gesamtnächtigungen
erreichte die Region Greater Vienna (und nur diese Zahlen sind
angesichts der Statistikpraxis vieler Mitbewerber Wiens sinnvoll
vergleichbar) im Jahr 2003 den 7. Platz hinter London, Paris, Rom,
Berlin, Madrid und Barcelona. Nach dem Anteil der
Ausländernächtigungen berechnet, landet Greater Vienna sogar auf Rang
5 hinter London, Paris, Rom und Prag.
In der Region Greater Vienna wurde 2003 bei den Nächtigungen ein
Plus von 4,2 Prozent erreicht. Die in der Rangreihung vor Wien
liegenden europäischen Städte verzeichneten Werte zwischen -6,4 %
(Paris) und + 4,7 % (Barcelona). Von Jänner bis September 2004 konnte
Wien seine Gesamtübernachtungen um 8,4 % steigern, von Jänner bis
August 2004 den Beherbergungsumsatz um 11,9 %.
Gesamtnächtigungen 2003 im europäischen Städteranking
o 1. London: 115,0 Mio Nächtigungen + 3,6 % O 2. Paris. 30,9 Mio Nächtigungen - 6,4 % O 3. Rom: 14,5 Mio Nächtigungen - 1,3 % o 4. Madrid: 12,2 Mio Nächtigungen - 0,8 % o 5. Berlin: 11,3 Mio Nächtigungen + 2,8 % o 6. Barcelona: 9,1 Mio Nächtigungen + 4,7 % o 7. Greater Vienna:8,5 Mio Nächtigungen + 4,2 %
Tourismus als Wirtschaftsfaktor: 3,4 Milliarden Euro an
Gesamt-Wertschöpfung
Rund 3,4 Milliarden Euro beträgt die direkte und indirekte
Wertschöpfung, die der Tourismus jährlich der Stadt Wien bringt.
Damit werden fast 15 Prozent der österreichischen
Tourismuswertschöpfung in Wien erwirtschaftet. Am meisten profitieren
davon die Gastronomie (29,0%), die Hotel- und Beherbergungsbetriebe
(22%), Entertainment- und Kulturbetriebe (19,2%) sowie der Handel
(15%).
Die umsatzstärkste Form des Tourismus ist der internationale
Kongresstourismus. Ein Teilnehmer an einem internationalen Kongress
gibt pro Tag inkl. Nächtigung rund 435 Euro aus. Zum Vergleich:
Dieser Wert liegt beim klassischen Freizeittouristen bei etwa 240
Euro.
Die Tourismuswirtschaft beschäftigt in Wien derzeit etwa 53.000
Menschen. Seit 1993 wurden in diesem Bereich 13.000 neue Jobs
geschaffen. Allein der Kongresstourismus sichert 6.800
Ganzjahresarbeitsplätze. (Schluss) gaw
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Wolfgang Gatschnegg
Tel.: 4000/81 845
Handy: 0664/826 82 16
mailto:[email protected]
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