• 02.12.2004, 10:10:53
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Verbund zum WWF-Umweltranking

Schlechte Bewertung des Wasserkrafterzeugers Verbund nicht nachvollziehbar

Wien (OTS) - Als an der Realität vorbeigehend bezeichnet der
Verbund, Österreichs größter Energiedienstleister, das jüngst vom WWF
veröffentlichte Ranking europäischer Energieunternehmen, das den
Verbund in Sachen umweltfreudlicher Energieproduktion trotz seines
Wasserkraftanteils von rund 90 Prozent an der gesamten Stromerzeugung
im Mittelfeld platziert.

Völlig unverständlich ist es aus Sicht des Verbund, daß eine dem
Umweltschutz verschriebene Organisation wie der WWF angesichts der
weltweiten Bemühungen zur CO2-Reduktion in ihrer Bewertung
Stromerzeugung aus großen Wasserkraftwerken generell als nicht
nachhaltig einstuft. Tatsache ist, daß Österreichs CO2-Bilanz ohne
die Wasserkrafterzeugung des Verbund um deutlich mehr als 20 Mio.
Tonnen CO2 pro Jahr schlechter wäre.

Der WWF steht mit seiner negativen Einschätzung der
Großwasserkraft im klaren Gegensatz zur EU, die Stromerzeugung aus
Wasserkraftwerken jeglicher Größe als erneuerbare und damit
nachhaltige Energie einstuft. Der WWF widerspricht mit seiner
Bewertung des Verbund aber auch massiv renommierten internationalen
Nachhaltigkeitsrating-Instituten, die allesamt den Verbund zu den
umweltfreundlichsten Stromerzeugern zählen. Jüngstes Beispiel dafür
ist eine internationale Studie der oekom research AG, die den Verbund
im Umwelt-Rating an die zweite Stelle von 37 geprüften
Energieversorgern reiht. Ebenfalls einen Spitzenrang nimmt der
Verbund in einem europäischen Vergleich von PricewaterhouseCoopers
der CO2-Emissionen in der Stromerzeugung 2002 ein, wobei es sich bei
den besser gereihten Energieerzeugern EdF und British Energy, die
beide noch etwas weniger CO2 emittieren, jeweils um
Atomstromproduzenten handelt.

"Es wird jedenfalls keinen positiven Beitrag zur Erreichung der
Kyoto-Ziele leisten, wenn man, wie offenbar der WWF, gleichzeitig
gegen Atomkraft und die umweltfreundliche und CO2-vermeidende
Großwasserkraft auftritt", meint dazu Verbund-Generaldirektor
Dipl.-Ing. Hans Haider. "Mit einer derart fundamentalistischen
Ablehnungs-Strategie von großer Wasserkraft, und sei sie noch so
umweltverträglich ausgebaut, wird man die weltweite CO2-Problematik
jedenfalls nicht in den Griff bekommen können."

OTS0062    2004-12-02/10:10

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