Verbund zum WWF-Umweltranking

Schlechte Bewertung des Wasserkrafterzeugers Verbund nicht nachvollziehbar

Wien (OTS) - Als an der Realität vorbeigehend bezeichnet der Verbund, Österreichs größter Energiedienstleister, das jüngst vom WWF veröffentlichte Ranking europäischer Energieunternehmen, das den Verbund in Sachen umweltfreudlicher Energieproduktion trotz seines Wasserkraftanteils von rund 90 Prozent an der gesamten Stromerzeugung im Mittelfeld platziert.

Völlig unverständlich ist es aus Sicht des Verbund, daß eine dem Umweltschutz verschriebene Organisation wie der WWF angesichts der weltweiten Bemühungen zur CO2-Reduktion in ihrer Bewertung Stromerzeugung aus großen Wasserkraftwerken generell als nicht nachhaltig einstuft. Tatsache ist, daß Österreichs CO2-Bilanz ohne die Wasserkrafterzeugung des Verbund um deutlich mehr als 20 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr schlechter wäre.

Der WWF steht mit seiner negativen Einschätzung der Großwasserkraft im klaren Gegensatz zur EU, die Stromerzeugung aus Wasserkraftwerken jeglicher Größe als erneuerbare und damit nachhaltige Energie einstuft. Der WWF widerspricht mit seiner Bewertung des Verbund aber auch massiv renommierten internationalen Nachhaltigkeitsrating-Instituten, die allesamt den Verbund zu den umweltfreundlichsten Stromerzeugern zählen. Jüngstes Beispiel dafür ist eine internationale Studie der oekom research AG, die den Verbund im Umwelt-Rating an die zweite Stelle von 37 geprüften Energieversorgern reiht. Ebenfalls einen Spitzenrang nimmt der Verbund in einem europäischen Vergleich von PricewaterhouseCoopers der CO2-Emissionen in der Stromerzeugung 2002 ein, wobei es sich bei den besser gereihten Energieerzeugern EdF und British Energy, die beide noch etwas weniger CO2 emittieren, jeweils um Atomstromproduzenten handelt.

"Es wird jedenfalls keinen positiven Beitrag zur Erreichung der Kyoto-Ziele leisten, wenn man, wie offenbar der WWF, gleichzeitig gegen Atomkraft und die umweltfreundliche und CO2-vermeidende Großwasserkraft auftritt", meint dazu Verbund-Generaldirektor Dipl.-Ing. Hans Haider. "Mit einer derart fundamentalistischen Ablehnungs-Strategie von großer Wasserkraft, und sei sie noch so umweltverträglich ausgebaut, wird man die weltweite CO2-Problematik jedenfalls nicht in den Griff bekommen können."

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