ÖH Salzburg: entmündigt? - nicht mit mir!

Das Ende der autoritären Bevormundungspolitik

Salzburg (OTS) - Die ÖH Salzburg (HochschülerInnenschaft an der Universität Salzburg) schließt sich dem Protest "DEMOkratie" der ÖH-Bundesvertretung an und ruft die Studierenden mit "entmündigt? nicht mit mir!" auf, sich gegen die autoritäre Bevormundungspolitik der Regierung zu wenden.

"Wir dürfen nicht tatenlos zusehen wie dieses Land in den demokratiepolitischen Abgrund geführt wird", erklärt Lina Spielbauer, Vorsitzende der ÖH Salzburg. "Geben wir dem neuen Modell doch eine Chance", verlautete Bildungsministerin Gehrer in der sonntäglichen Pressestunde in Bezug auf das neue HSG und die Abschaffung der Direkt-Wahl. "Und was sollen wir denn noch allem eine Chance geben? Dem völligen Aushungern der Unis, noch so tollen Ideen wie Studiengebühren, dem Abbau der Mitbestimmung oder dem de facto Rauswurf ausländischer Studierender?", fragt Spielbauer.

"Wieder einmal wird drübergefahren. Wieder einmal wird zerstört statt verbessert. Wieder einmal wird den jungen Österreicherinnen und Österreichern gesagt, was sie tun sollen und was gut für sie ist. Woher wollen Sie denn das wissen, Frau Gehrer? Glauben Sie etwa nicht an die Selbstbestimmung der Menschen? Glauben Sie nicht daran, dass die Errungenschaften einer modernen Demokratie bewahrt werden sollen - auch wenn Ihnen deren Auswirkungen nicht passen?", ärgert sich Spielbauer über die seit Jahren anhaltende und sich nun zuspitzende Bevormundung durch die Bildungsministerin.

"Frau Gehrer vertritt eine völlig andere Einstellung, als die jungen und kritischen Menschen des Landes. Das ist auch mehr als in Ordnung - solange Sie nicht versucht uns Ihre aufoktruieren zu wollen. Frau Gehrer vertritt auch für alle erkennbar eine andere Vorstellung von Bildungspolitik. Das geht gut, solange ihr die scheinbar so wichtigen Zahlen - zumindest durch kreative Interpretation - nicht unrecht geben. Aber das ist nun vorbei!", resümiert Ivana Pilic vom Vorsitzteam der ÖH Salzburg, und meint damit nicht nur die erschreckenden Ergebnisse der PISA-Studie, sondern vor allem die Tatsache, dass 84 Prozent der österreichischen Studierenden die direkte Wahl der Bundesvertretung wollen: "Glauben Sie nicht, dass Ihre Bevormundung einmal ein Ende haben sollte?"

Uns jeden Fall reicht es!

"entmündigt? nicht mit mir!", der Protest der ÖH wird Gehrer, Brinek und Co die Anliegen der österreichischen Studierenden und einer kritischen Öffentlichkeit am 9. Dezember entgegenbringen.

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