- 01.12.2004, 15:39:20
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5. Dezember: International Volunteers Day
Wien (OTS) - Verstaubte Entwicklungshilfe?
Nein, HORIZONT3000, Österreichische Organisation für
Entwicklungszusammenarbeit. Wesentlicher Akteur im Rahmen der
nichtstaatlichen Entwicklungszusammenarbeit (mit über 280 Projekten)
und größte personalentsendende Organisation Österreichs.
Jährlich sind es um die 1.700 Personen, die Interesse an einem
Einsatz bekunden. Rund 20 von ihnen reisen für zwei Jahre aus.
HORIZONT3000 schaut genau, wer die Herausforderung "Projekt-
mitarbeit" annehmen kann.
Entwicklungshelfer sind heute Projektmitarbeiter/innen.
"Ich möchte auch helfen" reicht nicht. Projektmitarbeiter/innen
haben eine fundierte Ausbildung und Praxis in ihrem jeweiligen Beruf,
oft Zusatzqualifikationen. Sie sind entwicklungspolitisch
interssiert, sozial kompetent, mit Respekt und Offenheit für fremde
Kulturen und schätzen die Teamarbeit. Ihr Gehalt reicht zum Leben.
Bereicherung erfahren sie auf einem anderen Gebiet: Arbeitspraxis,
Erweiterung des eigenen Wissenshorizonts, Lebenserfahrung in einem
multikulturellen Umfeld. - Faktoren, die keine theoretische
Ausbildung und kein Praktikum in dieser Intensität vermitteln kann.
Gefragt sind nicht die Mitleidigen, Lehrmeister/innen oder
Weltverbesserer
Entwicklungszusammenarbeit funktioniert heute aus dem Bewusstsein
der weltweiten Zusammenhänge: wirtschaftlichen, politischen und
sozialen Strukturen kann in einer globalisierten Welt nicht mit
Scheuklappen begegnet werden. Entwicklungszusammenarbeit ist überall
da vonnöten, wo globale Systeme oder Naturgewalt gerechte
Lebensbedingungen verhindern. Hilfe zur Selbsthilfe,
partner-schaftliche Zusammenarbeit und Empowerment für jene Gruppen,
die am meisten darunter leiden, heißt die Devise.
~
Wir unterstützen Menschen in Entwicklungsländern dabei,
ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Machen Sie mit!
~
HORIZONT3000 setzt da an, wo es um Nachhaltigkeit geht: Planung,
Evaluierung, Monitoring und Umsetzung von Projekten und Programmen im
Sozialbereich, im Bildungsbereich, in Gewerbe, Landwirtschaft,
Gesundheit, Technik. HORIZONT3000 arbeitet in 30 Partnerländern
insgesamt, in 8 davon inklusive Personalprogramm. Dafür werden
IT-Spezialist/innen genauso gebraucht wie Tischler/innen,
Betriebswirt/innen genauso wie landwirtschaftliche Fachkräfte.
(Aktuell gesuchte Berufe: www.horizont3000.at).
HORIZONT3000 kooperiert mit lokalen Organisationen vor Ort und
arbeitet gemeinsam mit den betroffenen Menschen in den Projekten -
und nicht für sie oder anstatt ihrer selbst.
Dass ein Dorf Zugang zu sauberem Trinkwasser hat, dass Männer wie
Frauen kleine Gewerbebetriebe aufbauen und von den Einkünften leben
können, dass das Ausbildungsniveau an Schulen den Absolvent/innen
bessere Jobchancen ermöglicht, dass Gesundheitsversorgung auch in
abgelegenen Dörfern sichergestellt ist oder Familien eigenen Grund
und Boden zum Anbau zur Verfügung haben - das alles trägt zu einer
eigenständigen Entwicklung wesentlich bei!
Seit Mitte Oktober werden neuausreisende
Projektmitarbeiter/innen auf ihren Einsatz trainiert
"Alles liegen und stehen lassen" und zwei Jahre in eine "neue"
Welt eintauchen und mithelfen, sie ein bisschen zu verbessern,
lautet die Devise für 9 Fachkräfte und 4 Kleinkinder, die im Jänner
für HORIZONT3000-Projekte nach Afrika und Papua-Neuguinea gehen
werden. Überdurchschnittlich hoch ist der Anteil der (Ehe-)Paare,
nämlich 3.
Hilfe zur Selbsthilfe, Solidarität leben, wertvolle, persönliche
Erfahrungen machen, was auch für die (kleinen) Kinder gilt, und vor
allem nach Ablauf des Projekts keine fachliche Lücke zu hinterlassen,
sind die Motivationen der EZA-AnwärterInnen. In der
HORIZONT3000-Zentrale in Wien Wieden versucht Kursleiter Günter
Klingenbrunner gemeinsam mit erfahrenen LektorInnen die 5 Frauen und
4 Männer auf ihre Aufgabe in einer komplett neuen Umgebung
vorzubereiten.
Ausbilden-Beraten-Moderieren steht bis Weihnachten ebenso auf dem
Programm wie EZA-bezogene Verschuldungs,- Gender- und Medienthemen.
Schulungen zu Konfliktbearbeitung, in Interkulturellem Lernen und
nicht zuletzt im Umgang mit potenzieller Gewalt und bedrohlichen
Situationen sollen die engagierten und "vorfreudigen" Fachleute auf
ziemlich alles gefasst machen. Die Stimmung ist jedenfalls sehr gut:
"Wir erfüllen uns mit dem Einsatz einen Traum!"
OTS0252 2004-12-01/15:39
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