Accenture-Studie: Krankenhäuser wollen bei tertiären Diensten verstärkt auf innovative Kooperationsmodelle setzen

Trotz Unzufriedenheit erbringen Krankenhäuser ihre Verwaltungs- und IT-Dienstleistungen noch überwiegend intern - Skaleneffekte nicht ausgeschöpft

Wien (OTS) - Der anhaltende Kostendruck im Gesundheitswesen zwingt Krankenhäuser zu grundlegenden Restrukturierungsmaßnahmen. Dabei steht in erster Linie der Verwaltungsbereich auf dem Prüfstand. Um Kosten zu reduzieren und die interne Leistungsfähigkeit zu erhöhen, plant über die Hälfte der Krankenhäuser kurz- oder mittelfristig Teile ihrer tertiären Dienstleistungen an externe Partner zu übertragen. Das zeigt eine heute vorgestellte Studie von Accenture, die 150 Entscheidungsträger aus Akut- und Reha-Einrichtungen im deutschsprachigen Raum zu Status, Einschätzung und Entwicklung von Verwaltungs- und IT-Dienstleistungen in ihren Unternehmen befragte.

Rund drei Viertel der Krankenhäuser in Deutschland, Österreich und der Schweiz erbringen ihre Verwaltungs- und IT-Dienstleistungen noch immer ausschließlich über interne Fachabteilungen. Kooperationen mit externen Service-Anbietern werden bislang lediglich in den "klassischen" Bereichen wie IT-Betrieb und Wartung (25%), technische Dienste (10%) sowie Einkauf und Materialwirtschaft (7%) eingegangen.

Dieses Ergebnis erstaunt vor dem Hintergrund, dass fast die Hälfte aller Befragten mit der internen Organisation ihrer Verwaltungs- und IT-Dienstleistungen offensichtlich unzufrieden ist. Dabei hapert es nach Ansicht der Krankenhäuser vor allem an der Flexibilität und Zukunftsfähigkeit der bestehenden Modelle (rund 30%) sowie an ausreichender Service-Qualität und Kosteneffizienz (25%). Angesichts dessen wächst die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit externen Partnern: Über 50 Prozent der Befragten können sich eine solche Kooperation generell vorstellen. Das Ziel: spürbare Qualitätsverbesserungen sowie Kosteneinsparungen um 15 bis 20 Prozent. Betroffen wären dabei vor allem die Bereiche Einkauf (28%), IT (24%) sowie technische Dienste (19%). Dabei präferieren 80 Prozent der Krankenhausmanager die Gründung von externen Service-Gesellschaften als bevorzugte Kooperationsform.

Beste Chancen für überregionale Service-Anbieter aus dem Krankenhausbereich

Hindernisse für die Zusammenarbeit mit externen Partnern sehen die Befragten insbesondere in dem bislang unzulänglichen Dienstleistungsangebot. "Es zeigt sich, dass Krankenhäuser derzeit überwiegend auf kleine, regional agierende Dienstleister zurückgreifen, die jedoch begrenzte Skaleneffekte erzielen können", so Dr. Harald Deutsch, Geschäftsführer im Bereich Health & Life Sciences bei Accenture. "Dadurch bleiben wesentliche Potenziale unausgeschöpft und die realisierten Effizienz- und Leistungssteigerungen hinter den Erwartungen."

Dienstleistungsorganisationen, die aus dem Krankenhausbereich selbst heranwachsen, haben die besten Chancen, durch Kooperationen mit Innovationspartnern zu marktführenden Stellungen zu gelangen. Bereits heute zeichnet sich bei führenden Krankenhausketten ein Trend zur Bildung häuserübergreifender Leistungsverbünde ab, die Verwaltungsdienstleistungen zentralisiert zur Verfügung stellen. "Branchenfremde Anbieter stoßen mit Recht auf die Ablehnung von fast 90% der Befragten", erläutert Deutsch. "Der Schlüssel liegt der Professionalisierung vorhandener Dienstleister durch branchenerfahrene Innovationspartner. Nur so lassen sich die Wünsche der großen Mehrheit der Häuser an ihre Dienstleister voll befriedigen: Branchenerfahrung, Innovationskraft und Zuverlässigkeit in der Umsetzung."

Die Methodologie

Im Mai 2004 befragte Accenture 150 Entscheidungsträger (Geschäftsführer, Verwaltungs- und Kaufmännische Direktoren) aus Akut- und Reha-Einrichtungen in Deutschland (90), Österreich (30) und der Schweiz (30) in strukturierten Telefon-Interviews zu Organisationsstrukturen, Einschätzungen und zukünftigen Entwicklungen von Verwaltungs- und IT-Dienstleistungen in ihrem Unternehmen. Dabei wurden öffentliche und private bzw. regionale und überregionale Institutionen aller Größenordnungen in Relation zu ihren Marktanteilen berücksichtigt.

Über Accenture:

Accenture ist ein weltweit agierender Management-, Technologie-und Outsourcing-Dienstleister. Mit dem Ziel, Innovationen umzusetzen, hilft das Unternehmen seinen Kunden durch die gemeinsame Arbeit leistungsfähiger zu werden. Umfangreiches Branchenwissen, Geschäftsprozess-Know-how, internationale Teams und hohe Umsetzungskompetenz versetzen Accenture in die Lage, die richtigen Mitarbeiter, Fähigkeiten und Technologien bereit zu stellen, um so die Leistung seiner Kunden zu verbessern. Mit über 100.000 Mitarbeitern in 48 Ländern erwirtschaftete das Unternehmen im vergangenen Fiskaljahr (zum 31. August 2004) einen Nettoumsatz von 13,67 Milliarden US-Dollar. Die Internet-Adresse lautet:
www.accenture.at.

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