Österreichischer Tierschutzverein mahnt: Haie sind in Schmiding deplaziert!

Wien (OTS) - Mit Superlativen wurde nicht gegeizt, als der Zoo Schmiding das Projekt "Aquarienhaus" vorstellte. 2000 Quadratmeter soll die neue Attraktion groß sein und 300.000 Liter Wasser fassen. In der Presse überschlugen sich Worte wie "großzügig und einzigartig".

Doch eines übersehen alle: 2000 Quadratmeter sind etwa die Größe zweier Gärten. Tatsächlich viel für ein Aquarium, aber noch immer nicht annähernd vergleichbar mit dem natürlichen Lebensraum, gerade in Bezug auf die geplante Haihaltung. Zwar sind Riffhaie "sesshafter" als andere Haiarten, aber die durchwanderten Territorien belaufen sich immer noch auf einige Quadratkilometer (siehe etwa Weissspitzen-Riffhai). Das ist in Gefangenschaft einfach nicht simulierbar.

Den betroffenen Tierarten wäre mehr damit geholfen, würde das projektierte Geld für den Erhalt und Schutz der natürlichen Lebensräume ausgegeben werden. In einem Alpenland haben Haie, Delfine (etwa Projekt Allerheiligen) und andere Meeresbewohner ebensoviel verloren, wie etwa Steinböcke, Gämsen und Murmeltiere an einem karibischen Sandstrand!

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Österreichischer Tierschutzverein
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Geschäftsführer Wien
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