• 26.11.2004, 13:54:35
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Salzburg unterzeichnet erste Bundesländer-Vereinbarung mit Christian Doppler Gesellschaft

Landes-Starthilfe soll bewährtes Fördermodell noch attraktiver für Unternehmen und Universitäte machen

Wien (OTS) - Salzburg hat am Freitag als erstes Bundesland mit der
Christian Doppler-Gesellschaft (CDG) eine Bundesländer-Vereinbarung
zur Stärkung regionaler Innovationspotenziale unterzeichnet. Dadurch
wird in Salzburg die Gründung neuer CD-Labors erleichtert und dieses
bewährte Fördermodell für die anwendungsorientierte
Grundlagenforschung für Unternehmen und Universitäten noch
attraktiver. Die CDG verhandelt auch schon mit der Steiermark über
eine derartige Vereinbarung, weitere Bundesländer sollen folgen.

Die Unterzeichnung der Vereinbarung durch Landeshauptfrau Gabi
Burgstaller, LH-Stellvertreter Wilfried Haslauer und CDG-Präsident
Reinhart Kögerler erfolgte anlässlich der feierlichen Eröffnung des
ersten Christian Doppler-Laboratoriums in Salzburg, dem CD-Labor for
Biomechanics in Skiing am Interfakultären Fachbereich Sport- und
Bewegungswissenschaft der Universität Salzburg. Gemeinsam mit dem
Industriepartner Atomic Austria GmbH sollen an dem Labor mit Hilfe
biomechanischer Analysen der einzelnen Bewegungstechniken in den
verschiedenen Sportarten die funktionellen Eigenschaften von
Wintersportgeräten wie Alpin-Ski oder Snowboards optimiert werden und
zwar differenziert nach Zielgruppen (z.B. Wettkampf-und
Freizeitskifahrer, Kinder, Erwachsene, Senioren, etc.).

Das Labor erhält für die voraussichtliche Laufzeit von sieben
Jahren ca. 350.000 Euro pro Jahr von der Christian
Doppler-Gesellschaft, die wiederum ihre Mittel je zur Hälfte von
Firmen und öffentlichen Fördergebern, allen voran das
Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, bezieht. Abgesehen von
dem bereits bestehenden Firmenpartner Atomic haben auch schon andere
Unternehmen ihr Interesse an einer Forschungskooperation mit dem
CD-Labor signalisiert. Zusätzlich zu Unternehmen und Bundesförderung
unterstützt das Land Salzburg das Labor mit insgesamt 211.000 Euro.

Dieses bisher einzigartige Engagement Salzburgs war Vorbild für
ein völlig neues Modell der Zusammenarbeit zwischen Christian
Doppler-Gesellschaft und Bundesländern. Mit der
CDG-Bundesländer-Vereinbarung soll durch eine Startfinanzierung des
Landes ein stärkerer Anreiz zur Gründung von CD-Labors und damit zur
Forschungskooperation zwischen Unternehmen des jeweiligen
Bundeslandes und den Universitäten geschaffen werden. Durch den
Abschluss solcher Vereinbarungen mit anderen Bundesländern soll auch
die landesübergreifende Kooperation von Firmen und Universitäten
forciert werden.

"CD-Labors sind ein bewährtes Modell der Innovationsförderung, das
aber immer wieder an Finanzierungsgrenzen stößt", erklärt
CDG-Präsident Kögerler. So ist es beispielsweise für kleine und
mittlere Unternehmen oder Start-Ups schwierig, sich für sieben Jahre
finanziell in einem CD-Labor zu verpflichten. Aber auch für die
finanziell ohnedies gebeutelten - Universitäten entstehen durch die
Einrichtung eines CD-Labors Overhead-Kosten, die bisher nicht
abgegolten werden. Durch die Initialfinanzierung des Landes im Rahmen
der CDG-Bundesländer-Vereinbarung soll es hier Erleichterungen für
beide Seiten geben.

Die Starthilfe des Landes beträgt zehn Prozent des gesamten
Laborbudgets (berechnet auf Basis einer regulären Laufzeit von sieben
Jahren). Dieser Betrag geht zur Hälfte direkt an die Universität, die
damit ihre zusätzlichen Kosten abdecken kann. Die andere Hälfte geht
an die CDG und wird den am betreffenden CD-Labor beteiligten
Unternehmen auf ihren Beitrag zum Labor angerechnet - die finanzielle
Belastung der Firmen sinkt.

Damit wird ein zusätzlicher Anreiz für beide Partner - Unternehmen
und Universität - geschaffen werden, in eine langfristige
Forschungskooperation einzutreten. "Ein CD-Labor einzurichten wird
damit noch interessanter als es das ohnedies schon ist", freut sich
Kögerler. Ein Bundesland kann damit präzise und effizient sowie
abgestimmt auf seine spezifische Forschungs- und Technologiestrategie
zusätzliche Innovationsaktivitäten fördern.

Das CD-Labor for Biomechanics in Skiing ist das 36. Labor der
Christian Doppler-Gesellschaft, die eine in Österreich einzigartige
Position an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft
inne hält. Ihr vorrangiges Ziel ist die Förderung der
anwendungsorientierten Grundlagenforschung. Dazu werden nach
Begutachtung im Rahmen eines Peer-Review-Verfahrens vor allem an
Universitäten CD-Laboratorien für maximal sieben Jahre eingerichtet.
Die Finanzierung erfolgt zur Hälfte durch die öffentliche Hand, zur
anderen Hälfte durch die beteiligten Unternehmen. Durch die
Beteiligung von Bundesländern sollen Anreize geschaffen werden, das
CDG-Kooperationsmodell auf neue Sektoren der Wirtschaft und
Wissenschaft zu übertragen.

OTS0208    2004-11-26/13:54

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