- 26.11.2004, 12:21:18
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AK: ÖIAG darf ihre VA Tech-Beteiligung nicht verkaufen
Wien (OTS) - Die ÖIAG darf ihren 14,7 Prozent-Anteil an der VA
Tech nicht verkaufen, verlangt die Arbeiterkammer vor der letzten
ÖIAG-Aufsichtsratssitzung des heurigen Jahres kommende Woche. "Was
bei der Regierung vor zwei Monaten noch gegolten hat kann ja jetzt
nicht verkehrt sein", sagt AK Direktor Werner Muhm. Damals hat die
Regierung eigens für die VA Tech neue Privatisierungsbedingungen
festgesetzt: Die österreichische Kernaktionärsstruktur muss
beibehalten werden, die Entscheidungszentrale soll in Österreich
bleiben, die Arbeitsplätze sollen gesichert sein, die Einheit des
Unternehmens soll gewahrt bleiben und die Forschungs- und
Entwicklungskapazitäten sollen gefördert werden. "Ich bezweifle
stark, dass ÖIAG und Regierung diese selbst festgelegten Kriterien
bei einer Siemens-Übernahme überhaupt geprüft haben", sagt Muhm. Fest
steht jedenfalls, dass zwischen Siemens und der VA Tech in mehreren
Bereichen Überschneidungen bestehen. Dass den Betrieben in Weiz und
Wien-Penzing durch eine Beendigung der Kooperation mit dem US-Multi
General Electric erhebliche Auftragsverluste drohen. Und dass es
nicht unwahrscheinlich ist, dass die gesamte Energieerzeugungssparte
VA Tech Hydro an Kovats verkauft wird. "Es kann also keine Rede sein,
dass das Unternehmen VA Tech als Einheit bestehen bleibt", sagt Muhm,
"und dass tausende Arbeitsplätze gefährdet sind, liegt auf der Hand."
Die AK fordert daher, dass die ÖIAG als Kernaktionär an der VA Tech
beteiligt bleiben muss. Nur ein stabiler Kernaktionär ÖIAG kann
gemeinsam mit einem entsprechenden Ausbau der Mitarbeiterbeteiligung
für den Zusammenhalt des Konzerns sorgen.
OTS0157 2004-11-26/12:21
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