- 26.11.2004, 10:51:50
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Hans Kronberger "Antiatombewegung muss Mainoni stützen!"
ITER ist weder wirtschaftlich noch harmlos
Wien (OTS) - Als "grundvernünftig und gerechtfertigt" bezeichnet
der ehemalige EU-Abgeordnete und Vizepräsident der europäischen
Vereinigung für Solarenergie Eurosolar, Hans Kronberger, das geplante
NEIN von Staatssekretär Eduard Mainoni gegen die Richtlinienänderung
zugunsten der Errichtung des Kernfusionsreaktors ITER. "Die
Kernfusion ist entgegen allen Beteuerungen nicht nur eine völlig
unwirtschaftliche Methode Energie zu gewinnen, da mit ihrem Einsatz
wenn überhaupt frühestens in 50 Jahren zu rechnen ist. Die Kernfusion
ist eine ebenso riskante Technologie wie die Kernspaltung. ITER ist
möglicherweise auch ein Milliardeneurograb für den europäischen
Steuerzahler", erklärt Hans Kronberger. Kronberger weiter: "Es wäre
an der Zeit, dass die ÖVP auch in Brüssel die in Österreich immer
beteuerte Antiatomlinie mittragt und sich voll hinter Staatssekretär
Mainoni stellt! Österreich braucht in der Antiatomfrage eine
einheitliche Stimme, damit hat Ministerin Gehrer Recht. Nur muss
diese Stimme gegen die Atomkraft sein". Auch die Umweltorganisationen
sollten Mainoni den Rücken stärken, meint Kronberger, der aus
jahrelangen Erfahrungen in der EU-Politik weiß, welcher Druck auf
"Widerständler" in Brüssel entsteht.
Österreich kann zwar die aktuelle Richtlinienänderung mit seiner
Gegenstimme nicht stoppen, aber bei anschließendem
Finanzierungsbeschluss könnte Österreichs Nein eine Finanzierung im
Rahmen des Euratomvertrages verhindern. "Hält Mainoni sein NEIN
durch, wäre dies ein Aufbruchssignal zu einer neuen Widerstandswelle
gegen eine wiedererstarkende Atomlobby!", erklärt Kronberger
abschließend.
OTS0086 2004-11-26/10:51
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