- 26.11.2004, 10:31:56
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KPÖ fordert Rücktritt von Gehrer
Wien (OTS) - Die KPÖ - Wien sieht akuten Handlungsbedarf im
österreichischen Bildungssystem und fordert den sofortigen Rücktritt
von Bildungsministerin Gehrer. "Natürlich trägt die Kürzungspolitik
der Schwarz-Blauen Bundesregierung ihr Übriges zur gegenwärtigen
Misere rund um die durchgesickerten Teilergebnisse der PISA - Studie
bei, die Kritik der parlamentarischen Opposition ist allerdings zu
kurz gegriffen", so Dagmar Schulz, Bildungssprecherin der KPÖ -
Wien."
"Ein qualitativ besseres Bildungssystem in Österreich lässt sich
nicht alleine durch höhere monetäre Zuwendungen erreichen, es ist
notwendig, einerseits tiefgreifende Veränderungen in Gang zu setzen,
andereits aber auch Sofortmaßnahmen gegen die drastisch steigende
Zahl von sekundären AnalphabethInnen einzuleiten", so Schulz weiter.
Bildungspolitisch fordert die KPÖ-Wien, sofort von der neoliberalen
Idee des elitären Bildungszugangs Abstand zu nehmen, "diese sei ja
praktisch so angelegt, den großen Teil der Bevölkerung mit qualitativ
unzureichender Bildung auf den Arbeitsmarkt zu schieben, um damit der
McJob - Gesellschaft (mit beschräkter Haftung) billige Arbeitskräfte
zur Verfügung zu stellen", meint Schulz.
Die geforderten Sofortmaßnahmen der KPÖ-Wien sind:Senkung der
KlassenschülerInnenzahlen auf 20, Verlängerung der Schulpflicht auf
elf Jahre, Einführung einer gemeinsamen Schule bis zum 10. Schuljahr,
Breite individuelle Förderung aufgrund ihrer Herkunft oder der
sozialen Stellung der Eltern benachteiligter Kinder, Lehrplanreform
auf Basis breiter Beteiligung aller bertroffenen Gruppen (Lehrkörper,
SchülerInnen und Eltern), Erhöhung des Bildungsbudgets auf ein
Niveau, welches den Schulen tatsächlich Raum für unterschiedliche
Projekte und Themenschwerpunkte gibt, Radikale Umstellung des
Benotungsmodus, Verbesserung der Aus- Fort- und Weiterbildung für
LehrerInnen statt weiteren Einsparungen und Behinderungen.
"Diese Maßnahmen wären ohne Probleme finanzierbar, wenn man statt des
Bundesheeres einen Katastrophenschutz einrichten würde und die daduch
freien Budgetmitteln in den Bildungssektor umleitet", meint Schulz
zur Finanzierbarkeit dieser Forderungen.
OTS0079 2004-11-26/10:31
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