- 25.11.2004, 13:13:13
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FP-Mühlwerth: Gesamtschule: Keine Noten sind keine Lösung
FPÖ für laufende Lernzielkontrolle ohne Ankündigung
Wien (OTS) - Wien, 25.11.04 (fpd) - Die Gesamtschule ist sicher
nicht die Lösung aller Bildungsprobleme, sagte heute die
FPÖ-Vizepräsidentin des Wiener Stadtschulrates Monika Mühlwerth.
Daran ändert auch die neue PISA-Studie nichts, aus der schon einige
Daten durchgesickert sind.
Da Österreich einige Plätze nach unten rutschen dürfte, wird von SPÖ
und Grünen wieder der Ruf nach der Gesamtschule und Abschaffung der
Ziffernnoten erschallen. In Wien ist die Gesamtschule in Form der
AHS-Unterstufe ja schon verwirklicht. Resultat ist die Nivellierung
des Bildungsniveaus nach unten, so Mühlwerth.
Die Schuldirektoren nehmen nämlich auch Schüler auf, die nicht für
das Gymnasium geeignet sind, um ihre Lehrer halten zu können. Positiv
ist hingegen, dass eine OECD-Studie erst kürzlich das differenzierte
Schulsystem in Österreich gelobt hat. Durch die "Durchlässigkeit"
unseres Schulsystems kann jeder Schüler maturieren, auch wenn ihm
erst später der Knopf aufgeht.
Grund für das schlechte Abschneiden bei internationalen Studien ist
unter anderem, dass es in Österreich nur eine punktuelle
Leistungsfeststellung gibt. Es gibt einen Test im Semester, der lange
vorher angekündigt ist. Die Schüler lernen auf diesen Test hin. Wenn
mehrere Tests anstehen, bedeutet das Lernstress und rasch wieder
vergessenes Wissen. Eine laufende Lernzielkontrolle ohne
Ankündigungen würde Abhilfe schaffen, meint Mühlwerth.
Zudem ist der hohe Anteil an Schülern, die nach acht Schuljahren noch
immer nicht ausreichend Deutsch können, mit ein Grund für das
schlechte Abschneiden. Deutschkurse vor Eintritt in die Schule bzw.
Quereinsteigerkurse für ältere Schüler würden sicherstellen, dass die
Kinder die Unterrichtssprache auch beherrschen. In Ländern wie Kanada
ist das eine Selbstverständlichkeit.
Der Abschaffung der Ziffernnote steht die FPÖ ablehnend gegenüber.
Bei Übertritt in weiterführende Schulen oder ins Berufsleben wird es
für die nächste Stelle sehr schwierig, das Können der Schüler anhand
der direkten Leistungsvorlage zu beurteilen. Und letzten Endes wird
die Leistungsvorlage genauso subjektiv sein wie Ziffernnoten. Wo
Menschen urteilen, ist immer eine gewisse Subjektivität dabei,
schloss Mühlwerth. (Schluss)am
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