Auf Entdeckungstour rund um Budapest - Ausgefallene und ungewöhnliche Sightseeing-Tipps

Wien (OTS) - Wenngleich das "Paris des Ostens" - wie Budapest auch genannt wird - mit etlichen Superlativen aufwartet wie etwa 120 Thermal- und Heilquellen, Europas größtem Parlamentsgebäude (691 Zimmer) und der (nach London) ältesten U-Bahn des Kontinents - hätten Sie gewusst, dass es auch eine Höhlenstadt ist, Wintersportmöglichkeiten offeriert und unmittelbar vor den Toren der Metropole Tiergehege zum Besuch einladen, wo sich Bären und Wölfe tummeln? Und im nahen Tápiószentmárton Europa- und Weltmeisterschaften im Minigolf ausgetragen werden? Wer sich also für einen Tag mit dem Mietwagen auf Entdeckungstour begibt oder die Vorortbahnen nutzt, um an die Stadtgrenze zu gelangen, der wird auch noch beim zweiten oder dritten Budapest-Trip immer wieder Neues entdecken.

Es gibt nicht allzu viele Hauptstädte in Europa, die ihr eigenes Mittelgebirge mitten im Stadtgebiet haben, weswegen ein Ausflug in die Budaer Berge sich geradezu anbietet. Hier warten mit Zahnradbahn, Kindereisenbahn und dem Sessellift Libegö gleich mehrere interessante "Verkehrsmittel" darauf, von müden Wanderern ausprobiert zu werden. Hier in den Budaer Bergen ist im Winter auch bei entsprechender Schneelage an einigen Stellen Abfahrtslaufen möglich, zudem gibt es mehrere Langlaufloipen, auch lockt etwa eine Rodelstrecke am Segelflugplatzgelände. Modernisiert wird gerade die Eiskunstlaufbahn im Stadtwäldchen. Wo im Sommer (Tret-)Boote auf dem gerade mal einen halben Meter tiefen künstlichen See ihre Kreise ziehen, erwartet von Mitte Oktober bis Anfang März die mit 12.000 Quadratmetern größte Eislauffläche Europas kufensichere Wintersportler.

Ungarns drittlängste und Budapests längste Tropfsteinhöhle hat den klangvollen Name Pálvölgyi-Barlang (II. Szépvölgyi út 162.) und wurde 1904 während der Arbeiten in einem Steinbruch entdeckt. Von der Szemlö-hegyi Höhle (II. Pusztaszeri út 35.) sind bislang etwas über zwei Kilometer erschlossen.. Bereits in mittelalterlichen Urkunden erwähnt, besteht das Labyrinth (Budavári Labirintus, I. Úri u. 9.) unterhalb der Budaer Burg aus natürlichen Hohlräumen, von denen Budapest-Besucher ein 1,2 Kilometer langes Teilstück mit diversen thematischen Ausstellungen bestaunen können.

Wer es lieber luftiger mag, ist sicherlich mit den vielen Schmalspurbahnen besser bedient. Interessantes Beispiel ist hier das Schmalspurnetz von Nagybörzsöny im Duna-Ipoly Nationalpark nördlich des Donauknies. 1908 erbaut, sind heute nur noch einige Teilstücke erhalten und in Betrieb. Die Zeiten überdauert hat vor allem der kuriose Abschnitt zwischen Nagybörzsöny und Nagyirtás mit seinen kühnen Haarnadelkurven. Seit 2002 kann man hier wieder Schmalspurbahnromantik auf acht Kilometern Länge im Sommer live erleben.

Klassische Bahnstrecken direkt aus Budapest heraus sind dagegen die beiden HÉV-Vorortlinien nach Szentendre und Gödöllö - "den" Ausflugsklassikern schlechthin. Szentendre, ein kleines, malerisches Barockstädtchen am südlichen Ausgang des Donauknies ist durch seine Künstlerkolonie geprägt, die ihre Anfänge 1928 nahm. Nur drei Kilometer entfernt liegt Ungarns größtes Freilichtmuseum Skanzen. Mit der Vorortbahn ab dem Batthyány tér am Budaer Donauufer sind die 20 Kilometer Richtung Norden flussaufwärts schnell zurückgelegt. Steigt man dagegen am Örs vezér tere, der Endhaltestelle der roten Metrolinie, in die Vorortbahn, so erreicht man nach etwa 30 Kilometern das östlich von Budapest gelegene Gödöllö. Der kleine Ort ist berühmt für sein Barockschloss, das als Sissi-Schloss weltweit vermarktet wird. Kein Wunder: Es heißt, dass die k. und k.-Monarchin hier mehr Nächte verbracht haben soll als in Wien.

Keine fünf Kilometer entfernt, inmitten der Gödöllöer Hügellandschaft, liegt der sechs Hektar große Reitpark der Gebrüder Lázár, den ungarischen Weltmeistern im Gespannfahren. Hier gibt es nicht nur spektakuläre Pferdevorführungen zu bestaunen, sondern auch eine beeindruckende Zucht von Pannonischen Riesenhasen. Weniger zahm als diese dürften allerdings die 34 Bären im Bärenheim vom nahen Veresegyház sein. 1998 gegründet, haben auf dem 3,5 Hektar großen Gelände inzwischen nicht nur Bären sondern auch ein Wolfsrudel ein Zuhause gefunden.

"Tierisch" geht es auch im südöstlich von Budapest gelegenen Tápiószentmárton zu, wo der Kincsem Reitpark - benannt nach der in 54 Rennen ununterbrochen siegreichen Wunderstute Kincsem - liegt. Doch ist die Anlage mehr als das: sie beherbergt eine 1,5 Hektar große Minigolfanlage samt künstlichem Wasserfall und See, die im September 2005 Austragungsort der Senioren-Europameisterschaft und im August 2007 sogar Schauplatz der Minigolf-Weltmeisterschaft sein wird.

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