NEWS-Exklusiv: Dreifach-Mörder nach Randale im Hungerstreik in Stein.

Gutachten verhinderte die Haftentlassung von Günter Lorenz - der 39Jährige drehte durch, zertrümmerte die Zelle und trat in Hungerstreik.

Wien (OTS) - Es muss ein Bild wie aus "Schweigen der Lämmer" gewesen sein. An Händen und Beinen gefesselt wurde der 39jährige Häftling Günter Lorenz - er hatte 1983 drei Menschen ermordet und war zu 20 Jahren Haft verurteilt worden - aus der Vollzugsanstalt Mittersteig in Wien Ende der Vorwoche nach Stein gebracht. Zuvor hatte der bisherige "Musterhäftling" erfahren, dass seine Entlassung durch ein psychiatrisches Gutachten verhindert worden war. Darin ist festgestellt worden, dass bei Lorenz "die Gefahr besteht, dass er auf Grund seiner massiven Persönlichkeitsstörung auch in Hinkunft schwere Straftaten" begehen könnte. Die Reaktion schildert ein Justizwachebeamter in NEWS so: "Er fing wild zu schreien an, bedrohte eine Psychologin, zertrümmerte Einrichtungsgegenstände." Der Häftling konnte erst von insgesamt sieben (!) alarmierten Justizwachebeamte überwältigt werden.

Nach seiner Überstellung in eine Einzelzelle im Hochsichertrakt der Strafanstalt Krems-Stein trat Günter Lorenz nach Angaben seines Anwalts aus Protest gegen die Überstellung in einen unbegrenzten "Hunger- und Durststreik".

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