Broukal zu HSG: Stoppt den demokratiepolitischen Kahlschlag!

Stärkung der Universitätsvertretungen im UG gefordert

Wien (SK) "Eine wirkliche Stärkung der Universitätsvertretungen muss im Universitätsgesetz festgelegt werden. Wir fordern daher die Einführung der Drittelparität in den Senaten der Universitäten - die Studierenden müssen wieder gleichberechtigte Partner an den Unis werden", erklärte SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Die Argumentation von Gehrer und Brinek, sie wollen die Studierenden an den Universitäten stärken, sei "mehr als scheinheilig". Es war Gehrer selbst, die den Studierenden die Mitbestimmungsrechte an den Universitäten genommen und die Professorenschaft mit gesetzlich gesicherten Mehrheiten im Senat ausgestattet hat. "Der demokratiepolitische Kahlschlag an den Universitäten begann bereits mit dem UG 2002. Der Entwurf zum neuen Hochschülerschaftsgesetz ist nur der vorläufige Höhepunkt dieses autoritären Politikverständnisses", so der SPÖ-Wissenschaftssprecher. ****

"Jeder Organisationseinheit der Universität muss eine direkt gewählte Hochschülerschaft gegenüberstehen", erläuterte Broukal. Die Forderung nach direkten Wahlen sei auch von Seiten der Studierenden bestätigt worden. In der gestern präsentierten Umfrage der ÖH haben sich weit über achtzig Prozent der Studierenden für eine Beibehaltung der direkten Wahl des Studierendenparlaments ausgesprochen. "Die Studierenden haben offensichtlich ein wesentlich ausgeprägteres Demokratieverständnis, als dies bei der ÖVP der Fall ist", kommentierte der SPÖ-Wissenschaftssprecher die angesprochene Studie.

"8.000 Studierende haben bei den letzten ÖH-Wahlen auf Bundesebene anders gewählt als auf Universitätsebene. 18.000 Studierende sind an mindestens zwei Universitäten wahlberechtigt. Dem Wunsch nach Stimmen-Splitting und dem Grundsatz, 'one person, one vote', kann man nur nachkommen, wenn man die Direktwahl der Bundesvertretung beibehält - es gibt keine Alternative", unterstrich Broukal abschließend. (Schluss) cs/mm

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0007